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SHZ "Lichtblick" Schöningen

SHZ Lichtblick           SHG Lichtblick

Ich versuche mal in kurzen Worten unsere Enstehung zu beschreiben:
Januar 1978, ich war mit einem nassen Alkoholiker verheiratet, hatte ich eine Kontaktkarte mit Adressen vom Kreuzbund erhalten. Nun das auf und ab in solch einer Beziehung will ich nicht weiter beschreiben, nur das ich zu diesen Zeitpunkt schon 2x die Scheidung eingereicht hatte. Mein damaliger Partner hatte schon 3 Langzeittherapien abgebrochen und ich gab ihm die Chance in eine SHG mit mir zu gehen- nun er kam 3x mit, von da an war er jedesmal Donnerstags breit. Ich besuchte weiter die Gruppe, trennte mich von ihm- da ich ja Schuld an seinem Saufen hatte, ich wollte lieber mit meinen Sohn ein anderes Leben haben.
März 1978 kam mein jetziger Mann in diese Gruppe, er war zu dieser Zeit noch in Therapie und schaute sich SHG`s an, die er danach besuchen wollte. Er war sehr agressiv zu der Zeit und behauptete einen Rückfall würde er nicht machen. Ob ihm dieser eingeredet werden solle, da es ja zum Krankheitsbild gehöre- er jedenfalls nicht.
Nach den Gruppenabenden gingen einige noch ein Eis oder Kaffe trinken und eines abends waren wir auch dabei - und seit dem zusammen.
Klaus war ein schwieriger Mensch, was er sich in den Kopf gesetzt hatte, was ihn betraf, zog er durch.
Im Dez. 78 stellte ich fest das ich schwanger war, im Feb. 79 bekam ich die Röteln und unsere erste Krise war da. Im Juli 79 heirateten wir und unsere Tochter kam gesund zur Welt. Kurz vorher hatte Klaus die Leitung einer Gruppe übernommen, in die viele aus der nahegelegenen Klinik kamen; er besuchte auch Gruppenleiterseminare. Im Sep. 80 wurde unser gemeinsamer Sohn geboren. Klaus leitete immer noch die Auffanggruppe mit manchmal 20-25 Personen. So langsam baute sein Körper auch wieder auf, er wog mal unter 50 Kg bei 1,78m.
Im Feb. 85 hatten wir eine schwere Krise, ich dachte eine andere Frau steckte dahinter. Ich schwieg und beobachtete das ganze Geschehen.- Nein nicht eine andere Frau, sondern zu große Schritte brachten in an den Rand des Rückfalls - nach 7 Jahren Trockenheit. Im richtigen Moment hatte ich ihn angesprochen und er gestand wie weit er schon rüchwärts gegangen war. Mit der Gruppe und Gruppenfreunde, die noch am späten Abend vorbei kamen und bis morgends um 4 blieben, fingen wir ihn auf. Später sagte er seine große Schnauze - er mache keinen Rückfall - hätte ihn über längere Zeit davor bewahrt zu trinken. Nun die Gruppenfreunde erkannten das wir etwas für uns - ohne Kinder - tun müssten( noch nie Urlaub gemacht), am besten ein Wochenende wegfahren. Sie kümmerten sich um unsere drei und so fuhren wir nach Bad Helmstedt. Wir hatten Zeit für uns, genossen das Wochende und erkannten was wir verändern müssen. Einige Zeit später fuhren wir mit den Kinder in diese Gegend und verbrachten seit dem mehrmals zu den Ferien unseren Urlaub in dieser Region. Wir wollten weg von Berlin- was aber noch Jahre dauern sollte. In der bis dahin vergingenen Zeit gründete er die erste Vormittagsgruppe im Kreuzbund ( kürzlich 20 jähriges Bestehen) und an seinen Arbeitsplatz einen Arbeitskreis Alkohol. Dr. Schmidt vom Jüdischen Krkh. referierte dazu, und es wurden Seminare für Vorgesetzte abgehalten.
Im Jahr 2000 zog unser letztes Kind aus und wir dachten an Umzug, zum 1.1.2001 war es soweit, wir zogen nach Niedersachsen in die Nähe von Schöningen. Auch hier wollten wir nicht untätig sein, in unseren Dorf ( ca. 480 Einwohner) begannen wir im Dorfgemeinschaftshaus mit einer Gruppe ( am 05.04.01) und stellten uns regelmäßig im Landeskrankenhaus in Königslutter vor. Nun, die dörfliche Anbindung am Verkehr war nicht so günstig - es kamen einige und blieben auch wieder weg, nicht nur wegen der Anbindung - nein hier war es eher so, das hier davon ausgegangen wird, nach der Entgiftung bin ich geheilt!. Wir suchten uns andere Räume, in der Christuskirche in Schöningen, nannten uns ab da Lichtblick - das war im Okt. 2002. Ein Betroffener und seine Frau zogen mit um, und wir begannen von vorne. In der Zwischenzeit waren wir mit in der Fachgruppe Sucht beim Gesundheitsamt gelandet und trafen uns dort regelmäßig. In der Kirche boten wir auch eine Vormittagsgruppe an, die mal mehr dann weniger angenommen wurde. Im Okt. 2003 stellten wir an die Stadt einen Antrag auf Gruppenräume( leere Wohnung). Aber wer sind oder waren wir schon...." Zugereiste", die jetzt auch noch den Spiegel halten!
Im Aug.- Sep. 2005 hatten wir den eine Plakatausstellung für 3 Wochen, zur gleichen Zeit konnten wir in der Kirche Suchtwochen abhalten, mit Referenten, Filme etc..
Bei der Eröffnung meinte der damalige Bürgermeister, sie sind kein Lichtblick, sondern ein Lichtstrahl. Richtig, jeder konnte uns sehen.... kurz vor dem Rathaus in der Fußgängerzone hatte ich ein großes leeres Geschäft dafür bekommen können. Nun einige Geschäftsinhaber sprachen sich sehr positiv aus - waren im Rat der Stadt und wollten uns unterstützen was die Gruppenräume anbetraf, denn wir hatten und haben noch einiges vor. Ende 2005 bot die Stadt uns Räume an, wir griffen zu, unsere Gruppe konnte einiges selbst erledigen, weil Tischler, Elektriker, Maurer, Maler und geschickte Frauen mithalfen. Im März 2006 gründeten wir den Verein, und zum 01.04. eröffneten wir unser "Selbsthilfezentrum Lichtblick".
Montags findet unsere Gruppe statt, ab den 06.12. gibt es eine Gruppe für Angst u. Depressionen, eine Gruppe für Ess-Störungen wird ebenfalls aufgebaut. Die Gruppenräume können auch von anderen Gruppen genutzt werden. Dienstag und Donnerstag haben wir Sprechstunde und Sonntags von 15- 17 Uhr Kaffetrinken in alkoholfreier Umgebung. Seit Mitte September gibt es Mo.-Mi.-u. Fr. von 10-11 eine Lebensmittelausgabe, wir nennnen uns "Schö-Ta" ( Tafel ist ein geschützter Name- stehen in Verhandlung mit dem Bundesverband). Hier im Südlichen Landkreis gibt es 2500 Personen mit Hartz IV bzw. Grundsicherung, z.Z. kommen etwa 50 Personen wöchtl. zur Ausgabe. Beim Arbeitsamt haben wir eine Kontaktperson, wenn es mal Probleme gibt, die wir dazuziehen um einen neuen Schritt zu machen. Immernoch stellen wir uns alle 4 Wochen im NLK Königslutter vor, 2x im Jahr gibt es ein Seminar mit einem Dipl. Psychologen auch Vorträge über Medikamentenunverträglichkeit und Missbrauch, Tag der offenen Tür, Pufferstand auf dem Landmarkt, Weihnachtsfeier in und mit der Kirche ( etwa 40 Personen) sowie Gruppenaktivitäten (Kahnpartie, Museumsbesuch, Kegeln und Grillen). Im kommenden Jahr versuchen wir mal eine Gruppenfahrt finanziell zu organisieren. Der längste durch die Gruppenarbeit trockene ist Carsten, werden im Feb. 4 Jahre! Weit über 50 Personen kamen und gingen- einige davon mehrmals. Gesundschrumpfen nennen wir das, z. Z. kommen regelmäßig 8 Personen zur Gruppe, die aus Betroffenen und Angehörigen besteht. Ich hoffe das ich hier einen guten Einblick geschaffen habe, sollte jemand noch Fragen haben, meldet euch doch noch mal: SHZLichtblickeV@aol.com Grüße auch von Klaus
Ulla zum Anfang


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Zuletzt aktualisiert am: 10.07.2010




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