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Schreiben Sie uns eine E-Mail, in der Sie sich kurz vorstellen. Folgende Fragen sollten darin beantwortet werden:
  • Wie alt sind Sie?
  • Sind Sie betroffen oder angehörig?
  • Welche Interessen oder Hobbies haben Sie?
  • Haben Sie ein bestimmtes Problem?
  • Haben Sie konkrete Fragen?
  • Suchen Sie lediglich Gleichgesinnte zum Gedankenaustausch?
  • Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an!
Es müssen nicht alle Fragen ausführlich beantwortet werden. Dies soll nur als Anregung dienen. WICHTIG: Bitte in der E-Mail an uns als Betreff "Kontaktbörse" angeben, damit wir die Mail auch richtig einordnen können! Außerdem bitte immer die E-Mail-Adresse mit angeben!!

Wir werden Ihren Text zusammenfassen und unter einer von uns vergebenen Chiffre-Nummer auf dieser Seite veröffentlichen.

Möchte jemand Kontakt zu Ihnen aufnehmen, muss er an uns mit der Angabe Ihrer Chiffre-Nummer schreiben (auch hier bitte E-Mail-Adresse nicht vergessen!!). An dieser Stelle vermitteln wir die eingehende Mail an Sie weiter. Sie entscheiden, ob Sie Kontakt aufnehmen möchten oder nicht. Die Angelegenheit ist also weitgehend anonym.

Nach neun Monaten wird das Inserat herausgenommen. Falls der Inserent noch weiterhin gelistet werden möchte, bitten wir um erneute Zuschrift.

Die Texte der Kontaktsuchenden geben nicht unbedingt die Meinung von "A-Connect" wieder. Wir behalten uns Änderungen und Kürzungen vor. Texte mit politischen oder gegen die Menschenwürde gerichteten Inhalten werden nicht veröffentlicht. Die Inserate werden nach einem Jahr Laufzeit gelöscht oder auf Wunsch vorher entfernt.

E-Mail an uns



Chiffre 1202176: Hallo, ich bin 43 Jahre und mit einem Suchtkranken verheiratet. Wir haben uns Anfang 2008 kennengelernt. Die zitternden Hände hat er mir mit Bluthochdruck erklärt. Ich hab es geglaubt, weil ich keine Ahnung hatte. Irgendwann häuften sich die Merkwürdigkeiten, bis er eines Tages die 50 km zu mir betrunken gefahren ist. Er konnte kaum aus dem Auto steigen, geschweige denn stehen oder gehen. Ich habe Hotlines angerufen, war zur Suchtberatung.....Dann hatte es einen Namen: Alkoholsucht. Ich hab ihm gesagt das ich mich trenne, nicht weil ich es wollte, sondern weil man mir sagte das es der einzige Weg ist. Da auf einmal hat er von sich aus im Krankenhaus angerufen und ist zur Entgiftung gegangen. Danach war es gut......ein halbes Jahr lang. Silvester kam er total betrunken an. Seitdem ist es ein auf und ab. Ich habe mich mit Gruppen getroffen, war wieder zur Suchtberatung, hab mit einer Kollegin (trockenen Alkoholikerin) gesprochen.....Hab geweint, gefleht, geschimpft, geschwiegen ......Mein Mann war auch kurz zum Gruppentreffen...sah aber Sinn darin, weil er ja kein Problem hat. Er hat wohl schon seit frühester Jugend immer mehr als andere getrunken, sein Vater ging/geht regelmäßig Sonntag vor dem Mittagessen zum Frühschoppen (wo er auch ordentlich trinkt). Nach seiner Scheidung ist er dann wohl richtig abgerutscht. Als ich zu Anfang in seinem Haus aufgeräumt habe lagen überall leere Flaschen. Hinter Kissen, auf dem Tisch, auf dem Schrank, im Schrank ......Flachmänner, Bierflaschen, Wodkaflaschen....Irgendwann habe ich festgestellt, dass er trinkt wenn er Probleme hat, Streß bei der Arbeit....Wir haben dann abgemacht, dass er nicht mehr trinkt wenn er unterwegs ist, sondern hier ein, zwei Bier trinken kann. Aber nur Zuhause. Was soll ich sagen, es klappt natürlich nicht. Er kann ein paar Tage nichts trinken, dann ein- Bier vor dem TV, zum Fußball, dann wieder -ich weiß nicht was- unterwegs. Einmal habe ich einen leeren Flachmann im Handschuhfach gefunden. Es war natürlich nicht seiner.....man hört dann ja die abenteuerlichsten Geschichten. Wenn er getrunken hat reagiert unterschiedlich. Er kann dann im Sitzen einschlafen, liebebedürftig und anhänglich sein, mich beschimpfen und mir allerlei Sachen unterstellen...Einmal, als ich weggefahren bin, rief er mir hinterher: Hoffentlich fährst du dich tot, du blöde Kuh! Er legt sich dann auch einfach ins Bett und schläft. Nächsten Tag tut er dann so als ob nichts gewesen ist. Wenn ich dann schweigsam bin oder mich zurückziehe versteht er es nicht. Er hat es ja nicht so gemeint. Er ist ja auch kein Alkoholiker. Ich habe ihm gesagt das er sich Hilfe holen soll um seine Probleme ohne Alkohol zu lösen... ..bis jetzt vergeblich. Meine Androhungen ihn zu verlassen konnte ich noch nicht durchziehen. ICH schaffe es einfach nicht. Mir fehlt auch die Rückendeckung. Ich weiß nicht wo ich hin soll. 2010 haben wir geheiratet, weil wir uns lieben und ich gehofft habe ihm dadurch Stabilität zu geben. Vergeblich....Ich kann nicht mehr, schaffe aber auch den Absprung nicht weil ich Angst habe ihn ganz zu verlieren. Ich liebe ihn ja immer noch von ganzem Herzen. Außerdem weiß ich auch nicht wo ich hin soll.
Marion


Chiffre 1201175: hallo ich bin 11 jahre trocken-ich bin mit meinem ex-mann trocken geworden, er ist nach der trennung wieder rückfällig geworden, zu mir: ich bin nach einem schweren schiksalschlag trocken geworden(mein erstgeborener ist gestorben-mit 7 monaten -das ist 13 jahre her). ich bin wieder schwanger geworden und habe einen gesunden jungen auf die welt gebracht. meine ehe mit dem ex-war nicht gut, aber wir waren beide trocken als mein nachfolge kind mit 5 jahren schwer an krebs erkrankte ist für mich eine welt zusammen gebrochen.....ich hatte keine hilfe von ex------ich trennte mich.....mein sohn ist wieder gesund geworden,und lebt seid 2,5 jahren bei seinem vater. es war sehr schwer für mich......ich bekam einen rückfall-habe mich schnell wieder gefangen und muss sagen ich habe für mich festgestellt.....das der alk mir nicht mehr schmeckt....ich keine lust habe mich zu betäuben---------eine sehr gute erkenntnis.......es ist auch heute noch nicht leicht ...gerade finanziell .....aber es geht. ich habe eine mann kennen gelernt der trinkt.....er will nicht aufhören zu trinken. ich trennte mich... ......und bin auf der suche nach menschen die auch trocken sind. ich komme aus bay.schwaben.........und ich finde eure seite gut......ich bin übers netz darauf gestossen.....
gruss samao


Chiffre 1112174: Mein Name ist Roger und bin 43 Jahre alt. Ich wohne im Deggenhausertal am Bodensee.
Bin seit Januar selbst trocken. In meinem Umfeld in dem ich lebe wird der Alkohol aber weiterhin sehr hoch angesehen. Also wo immer ich hin gehe wird immer gesoffen. Das blöde war, wo immer wir hingegangen sind, meine Freundin getrunken hat und ich der Fahrer war.Bin dann einfach irgendwann nicht mehr mitgegangen und habe mich zurückgezogen. Konnte einfach diesen Gesprächen und Handlungen nicht mehr folgen die man mit Promille hat.
Als dann meine Beziehung in die Brüche ging habe ich auch noch einen Rückfall gebaut. Aber gleich wieder aufgefangen. Um ehrlich zu sein bin ich auch etwas Stolz,diesen Rückfall gleich wieder hingekriegt zu haben.
Als ich diese Seite endeckt habe dachte ich mir,warum eigentlich nicht auf diesem Wege mal antesten ob da draussen irgendwo Gleichgesinnte sind, die vielleicht auch mal was anderes sehen möchten.
Hobbytechnisch mache ich mit alten Freunden hin und wieder Rockmusik. Macht inzwischen wieder richtig Spass mal abzurocken.


Chiffre 1110173: Hallo, hab mir jetzt auch einige Zeit überlegt, ob und was ich hier schreiben soll? Nun hab ich mich mal hierzu durchgerungen, weil ich im Moment einfach nicht mehr weiß, wie ich mich überhaupt noch verhalten soll?
Vielleicht hat jemand ähnliches mitgemacht und kann mir dazu einige Tips geben, wie ich mich selbst verhalten kann, denn momentan hab ich selbst keine Kraft mehr, dass alles noch weiterhin durchzustehn, vor allem wenn man immer nur noch das Gefühl bekommt, man ist die Schuldige, obwohl man wirklich nur das Beste versucht...
Ich bin 51 Jahre alt und bin betroffene Angehörige... Meine Hobby´s sind Tanzen, Inliner fahren, Sauna, falls es meine knappe Freizeit überhaupt noch erlaubt...
Mein Problem ist, dass meine Mutter heimliche Trinkerin ist und das schon seit vielen Jahren und es jetzt eskaliert ist, weil sie Dinge tat, die sie im nüchternen Zustand niemals getan hätte...und nun mußte sie es sich endlich eingestehn und bei mir kam dadurch meine ganze Vergangenheit hoch, womit ich im Moment leider gar nicht mehr klar komm... und gemerkt habe, wie weit ich selbst schon unten bin...
Nur in der Verwandtschaft versteht das keiner oder will es nicht verstehn, weil sie es selbst nicht wahrhaben wollen und es sich alles nur um meine Mutter dreht und es manche auch nicht wissen oder nachvollziehen können...und im Freundeskreis will und kann ich nicht darüber reden, weil es nur einer verstehen kann, wo sowas selbst schon mitgemacht hat und ich mich auch dafür schäme...
Vielleicht hat jemand ähnliches mitgemacht und kann mir da ein wenig weiterhelfen...? Wäre zumindest sehr dankbar darüber, denn ich möchte eigentlich nur mal, so weit wie möglich, ein Leben in Ruhe und Frieden leben...was mir bisher leider nicht möglich war...
Freue mich über jede Antwort und bedank mich mal schon mal im Voraus
GLG Moni


Chiffre 1110172: Hallo, vorab, habe jetzt nachdem ich diese Seite gefunden habe, einige Zeit überlegt ob ich was schreiben soll. Fällt einem ja auch nicht leicht, dennoch erhoffe ich mir die benötigte Hilfe bzw. einen Gedankenaustausch.
Ich bin 47 Jahre alt und seit 23 Jahren mit meiner Frau verheiratet. Leider hat sie ein grosses Problem mit dem Alkohol. Möchte aber erst einmal etwas weiter ausholen. Wir leben in einem Dorf wo das Vereinsleben groß geschrieben wird, sprich viele Vereinsfeste und entsprechendes Kneipenleben. So haben wir uns auch in einer Dorfkneipe kennengelernt. Alkohol war einfach "normal", alle tranken halt. Wochenenden ohne Alkohol waren eher die Ausnahme. Im Sportverein wurde sowieso getrunken. Über viele Jahre hatten wir auch kein Problem damit, meine damit, dass wir nicht getrunken haben weil wir irgendwelche Probleme damit bewältigen wollten, einfach nur aus der Geselligkeit heraus.
In den letzten Jahren (sage mal so ca. 4 - 5 J.) hat sich die Lage aber geändert. Ich trinke in der Geselligkeit immer noch gerne was, aber nur Bier, zudem kann ich es sehr gut kontrollieren. Sobald ich merke das ich angetrunken bin, gehe ich lieber nach Hause. Bei meiner Frau ist das leider anders. Sie hat das Problem diese Grenze nicht mehr zu erkennen. Wenn sie Alkohol trinkt endet meist im Vollrausch, was dann unkontrollierten Handlungen zu Folge hat. Ein Beispiel aus nicht allzu langer Zeit: Ich bin so gegen 22.30 Uhr ins Bett gegangen, sie war noch auf. Am nächsten Morgen stellte ich dann fest, das sie nicht da war. Im laufe des Tages stellte sich dann heraus, das sie noch in unsere Dorfkneipe gegangen ist und dort den Geburtstag einer Bekannten gefeiert hat, bis zum Abwinken. Danach war sie so voll, dass sie nicht einmal mehr den Weg nach Hause gefunden hat, sich sondern von einem Mann hat abschleppen lassen und dort die Nacht verbracht (was auch immer dort passiert ist).
Das ist nur eins von vielen Beispielen. Sie versucht mit dem Alkohol all ihre Probleme zu beseitigen (Arbeit, Kinder, eigene Schmerzen usw. nicht zuvergessen Probleme mit mir). Sie trinkt nicht täglich, kommt auch tagelang ohne Alkohol aus, aber wenn dann halt bis zum Vollrausch. Das hat auch unsere Ehe fast schon zum scheitern gebracht. Habe Ihr immer wieder vergeben, bin aber jetzt an einem Punkt wo ich nicht mehr weiter weiss.
Würde mich über eine Antwort freuen, vielleicht hat ja jemand ähnliche Probleme.
Danke im voraus.


Chiffre 1109171: Hallo zusammen.Ich bin Marcus 45 Jahre alt und habe mit dem Alkohol schon als Jugendlicher meine erste Erfahrung gemacht.
Das ist auch heute wieder so, allerdings alle 3-4 Monate. 1998 habe ich eine Therapie gemacht und war 10 Jahre lang trocken, damals hatte ich fast täglich getrunken.
In den 10 Jahren habe ich keine Selbsthilfegruppe besucht. Das es heute so ist wie es ist war ein schleichender Prozess. Ich will mich wieder in Behandlung geben, wenn es geht ambulant.
Leider sind die ambulanten Plätze in der Anzahl nicht so viele. Hat jemand schon Erfahrung bezüglich Rückfälle bzw. Ambulante Therapie gemacht, und wie bist Du damit umgegangen?
Ich komme aus dem Sauerland, bin eigentlich glücklich verheiratet (bis auf das Saufen) und hab eine 14 jährige Tochter. Meine Frau und ich sind beide Berufstätig.
Über eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen. Gerne beantworte ich auch noch weitere Fragen.


Chiffre 1108170: Ich bin 43 Jahre alt oder jung. Kommt immer auf die Betrachtungsweise an. Bin selbst Betroffen und stehe noch am Anfang. Im Moment suche ich Gleichgesinnte zwecks Erfahrungsaustausch. Bin ein sehr kreativer Mensch und lese gern und viel. Seit ich vor ein paar Wochen die Diagnose Tinnitus erhalten habe, versuche ich, damit zu leben. Nach mehreren fast oder ganz schlaflosen Nächten ist es dann schon nicht mehr so einfach, den Alkohol wegzulassen. Lieber schlecht geschlafen als gar nicht. Habe also jede Menge Baustellen, an den ich arbeiten muss. Mit welcher fange ich an?
Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
Kathleen


Chiffre 1105169: Guten Tag und schon mal Danke für Ihr Vertrauen, auf das ich mich gerne verlasse. Ich bin der Hans, 58 Jahre alt und suchtkrank. Es ist jetzt fast ein Jahr her, dass ich mehr oder weniger zusammengebrochen bin. Nach über vierzig Jahren Saufen wollte ich es nicht wahrhaben, abhängig (geworden) zu sein.
Erst in der Klinik und angesichts massiver Depressionen, Schlafstörungen, Herzbeschwerden und was sonst noch so zum "komorbiden Gesamtkunstwerk" gehört, kam ich zur schmerhaften Erkenntnis, zwar selbst Psychologe zu sein und Experte, aber eben (auch) Patient, Klient, Hilfebedürftiger.
Mit Unterstützung guter Leute, meiner Freunde und meiner Frau fand ich rasch einen Therapieplatz in der "suchtnahen Psychosomatik" und lernte eine sympathische und effiziente Mischung aus kognitiver Verhaltenstherapie, Hynotherapie und traditionellen Elementen der Entwöhnungbehandlung kenn und schätzen. Seit Oktober letzten Jahres bin ich wieder an meinem Arbeitspaltz und besuche auch wöchentlich eine Nachsorgegruppe, die viel bringt und in der ich auch zumindest ein bisschen was auch wieder zurückgeben kann. Spätestens im Herbst des Jahres läuft sie aus und deshalb bin ich auf der Suche nach einer Selbsthilfegruppe im Großraum westlich München/Augsburg. Ich arbeite nämlich in München und wohne in der Nähe von Augsburg.
Ich weiß, dass man Gruppen einfach mal besuchen sollte, um zu schnuppern und sich ein Bild zu machen, möchte aber auch diesen Weg hier beschreiten, um Gleichgesinnte oder vielleicht sogar den Anschluss an eine bestehende Gruppe zu finden. Als altlinker Skeptiker bin ich auf der teosophischen Ebene nicht so belastbar, weshalb mir nontheistische weltanschauliche Richtungen wie die der Guttempler mehr zusagen als die zwölf mal zwölf der AA-Szene. Auch die Mitwirkung in einem Freundeskreis könnte ich mir vorstellen. Wenn jemand etwas weiß oder vielleicht sogar "hat" für mich,wäre ich für eine kurze Nachricht dankbar. Ich habe mir fest vorgenommen, in "heiterer Gelassenheit" (mein Mantra) in Zukunft abstinent zu leben und das leben trotzdem zu genießen. Seit langem plane ich und träume ich von meiner Pilgerreise nach Santiago de Campostela. Nach Beginn meiner Altersteilzeit möchte ich im Mai 2013 aufbrechen. Aber bis dahin ist noch lange Zeit, beruflich noch einiges zu tun und vor allem will und soll ja jeder Tag und jede Stunde neu gelebt werden.
Ich würde mich freuen über neue Begegnungen, hier oder anderswo.
Besten Dank an den A-Connect e.V. und für heute viele Grüße aus München/Lützelburg Euer/Ihr Hans


Chiffre 1105168: Hallo....ich bin 25 ich bin mir nicht sicher ob mein Mann Alkoholiker ist, ich weiß nicht mehr weiter. Wenn wir zusammen weggehen kennt er nie seine Grenzen, er trinkt dann immer so 6-....Bier. Es ist jetzt schon ein paar mal passiert das er eine totale Heulattacke hatte und meinte sein Vater wäre tot....(sein Vater lebt)....ab und zu habe ich leere Bierdosen gefunden.....wenn ich ihn drauf anspreche meinte er ich spinne wieder rum er würde nicht trinken. Die Dosen wären schon Wochen alt..Eigentlich arbeite ich immer bis 18 Uhr als ich grade um 13 uhr unerwartet nach Hause kam hatte er schon 5 Flaschen Bier getrunken, und versucht die schnell zu verstecken. Als ich ihn drauf angesprochen habe meinte er.....er hat getrunken um besser einschlafen zu können. Es kommt auch vor das er Wochen nichts trinkt....er ist sehr unzufrieden auf seiner Arbeit deswegen hat er sich ja schon anderweitig eine Arbeit ab Juni. Wenn ich meine er soll sich Hilfe holen meint er nur ich wäre bekloppt er trinke ja nur ab und zu. Mich macht das total fertig ....was sagt ihr dazu???
Schonmal danke im voraus.


Chiffre 1105167: Hallo , mein Name ist Ali und ich bin 29 Jahre alt. Bin betroffener. Ich lebe in einer eheähnlichen Gemeinschaft und habe auch 2 Kinder mit meiner Lebensgefährtin. Nun ja wo fange ich jetzt an. Ich trinke Alkohol seit dem ich 18 - 19 Jahre alt bin. Hatte nie ein Problem darin gesehen da ich ja nur am Wochenende trinke, also wenn ich weg gehe oder mal zuhause ein Spieleabend mache. Nun nach 10 Jahren ist dass Fass übergelaufen, ich habe es eingesehen dass ich ein Problem habe da ich immer öfter wenn ich trinke den Flaschenboden sehen muss und noch mehr, hatte die letzten male immer einen Filmriss und habe die Menschen die ich liebe immer verletzt da ich nur dummes Zeug von mir gab oder handgreiflich geworden bin. Ich liebe meine Familie und Freunde und möchte etwas dagegen unternehmen. Im Klartext ich will keinen Alk mehr trinken und werde dass auch nicht mehr tuen, zumindest habe ich mir dass vorgenommen.
Ich möchte keine Therapie machen, ich denke ein Gedankenaustausch oder bessergesagt dieses Forum kann mir erstmal helfen mich selber zu finden , mir Tipps , Anregungen zu geben...
Ich würde mich freuen über Emails von Betroffenen oder Angehörigen , da ich dann auch mal eine andere Sichtweise sehen, kennenlernen würde. Ich Falle glaub eher in dass Muster des Quartaltrinkers wobei ich dann nur 1 Abend trinke also jeden Samstag eigentlich. Oder ich schätze dass Problem immernoch nicht richtig ein.
Bin für jeden Gedankengang dankbar...
Liebe Grüße
Ali


Chiffre 1103166: Hallo...ich bin Stephan, 33 Jahre alt, aus Kassel. Ich bin Betroffener.
Seit einem halben Jahr mache ich eine ambulante Gruppentherapie und bin seitdem abstinent. Vorher habe ich meine Wochenenden oft in Discos oder Kneipen mit reichlich Alkohol verbracht.
Da ich dabei war, die Kontrolle darüber zu verlieren, habe ich mich für eine Therapie entschieden. Ich bin sehr froh, dass ich diesen Weg eingeschlagen habe, denn seitdem habe ich mein Leben wieder in geordnete Bahnen gelenkt.
Ich arbeite als kaufmännischer Angestellter und in meiner Freizeit mache ich viel Sport: Joggen, Inliner fahren, Tennis spielen. Außerdem interessiere ich mich für Fußball und Eishockey.
Ich möchte auf diesem Wege Menschen kennenlernen, die wie ich den Weg in ein alkoholfreies Leben gefunden haben. Ich freue mich über jede Zuschrift.


Chiffre 1103165: Hallo. Ich bin 37 Jahre alt, Mutter einer 18 jährigen Tochter und Betroffene! Mein Mann trinkt seit ca 14 Jahren. Als ich ihn kennengelernt hatte, war das Problem noch nicht so schlimm. Da hatte er sich noch einigermaßen im Griff. Seit numnehr 1 Monat, übertreibt er es mit dem Alk maßlos. Er schafft es mittlerweile, innerhalb 1 Tages, einen ganzen Kasten Bier (20 Fl. a 0,5Liter) zu trinken. Zum Leidwesen von meiner Tochter und mir. Meine Tochter und ich arbeiten im selben Unternehmen und sind ca 8 Std. aus dem Haus. Ist also nicht so, dass er was zum meckern hätte, wir würden nicht arbeiten gehn und nur auf der faulen Haut liegen.
Er hat schon 6 Delikte, die bei Gericht Aktenkundig sind wegen Alkoholvergehen. Fahren unter Alkeinfluß, dann fahren ohne Führerschein (weg wegen Alk), Unfall gebaut, Fahrerflucht unter Alk, Bewährung bekommen. Einmal durch Ablöse vom Schwiegervater, dem Gefängnis entkommen....Und das hat alles vor 14 Jahren angefangen. Führerschein hat er keinen mehr bekommen.
Er erkennt sein Problem nicht wirklich. Falls er mal einigermaßen nüchtern ist, sagt er:" ja, ich weiß, ich übertreibe es". Das war es aber auch schon. Er vernachlässigt die Arbeit, ist langsam, ständig müde, geht eigentlich immer noch mit Restalk dorthin. Meckert wegen jeder Kleinigkeit mit mir oder mit der Tochter. Sie will sogar wegen ihm ausziehen. Sie schlief mal für ca 14 Wochen bei meiner Nichte. In dieser Zeit hatte er dann einen anderen Sündenbock für seine Probleme gefunden. Hobbys hat er im Prinzip keins. Ausser sein Modellauto. Aber das geht nur im Sommer. Und auch nicht immer. Er versucht immer, sein Problem auf andere abzuwälzen. Es sind immer die anderen Schuld, das er trinkt. Sein Chef lobt ihn nicht. Wird ungerecht behandelt. Meine Tochter ist auch Schuld, sie hilft im Haushalt nicht mit. Ich habe ein Cola-Problem. Ich trinke zuviel Cola. Die Katzen ruinieren alles.....usw.
Unser Geld geht fast zur Hälfte für den Alk drauf. Wenn ich Alkoholfreies kaufe, kippt er es weg. Sobald er Geld im Beutel hat, kauft er sich dann sein Alk selbst. Geld kann ich ihm nicht abnehmen, weil das meiste von seiner Arbeit her ist. Wenn ich das machen würde, käme dann so ein Satz wie:" Es ist mein Geld, damit kann ich machen was ich will." Könnte ein Buch schreiben. Es sind immer nur die anderen die Schuld daran sind.
Er nässt ständig ein. Egal ob im Bett oder auf der Couch. Konnte schon 3 mal neue Matratze kaufen. Die Couch musste ich auch erneuern. Legte ihm eine alte ausgediente Wachstischdecke ins Bett, dass die Matratze wenigstens diesesmal verschont bleibt. Er warf sie wieder raus. Er schläft ständig mit der Zigarette auf der Couch oder im Bett ein. Brandlöcher wohin man sieht, sie sind mittlerweile fast überall. Couch, Couchkissen, Wolldecke, Teppich, Kleidung, Bezüge, Decken und Kissen vom Bett.....
Ich bin echt am Ende meiner Kräfte. Ich kann einfach nicht mehr. Mein Schwager meinte, man sollte ihn vor die Wahl stellen. Aber das nutzt alles nix. Ich wollte sogar schon für 1 oder 2 Wochen mal zu meinem Bruder ziehen. Aber damit wäre ihm auch nicht geholfen. Das würde es sicher nur noch verschlimmern.
Ich suche Betroffene, die mir helfen können und mir Ratschläge und Tipps geben könnten, was ich machen soll. Weil ich halte das echt nicht mehr durch.
Beim Hausarzt war ich noch nicht, um mit ihm über das Alkproblem meines Mannes zu reden. Weil, er hört nicht richtig zu. So ein Typischer Arzt, der die Patienten so 08/15 abwickelt.
Ich freue mich über jede Hilfe. Sei sie auch noch so klein. Hauptsache, es hilft.
Bedanke mich als schon mal im voraus.
Eine (Mit)Betroffene


Chiffre 1101164: Hallo mein Name ist Alwin 46 und komme aus Berlin. Ich selber bin Politoxikomane und seit knapp 4 Jahren Trocken und Clean. Auch habe ich mit dem Rauchen aufgehört.
Das ganze habe ich eigentlich innerhalb von 2 Wochen hinter mich gebracht. Eigentlich wollte meine Fallmanagerin vom Jobcenter das ich eine Entgiftung mache, jedoch als ich dann endlich nach 6 Wochen ins Krankenhaus ging blieb es nicht dabei.
Kaum das ich wieder einigermaßen zusammen war, ich hatte eine schwere Infektion hinter mich zu bringen, beschloss ich das ich nicht mehr Saufen und auch keine Drogen mehr nehmen wollte. Das mit dem Rauchen war da aber noch nicht so klar. Das kam erst 2 Wochen später als ich plötzlich keine Luft mehr bekam. Naja meine Entgiftung dauerte insgesamt 5 Wochen und zum Schluss war es die Hölle. Ich bekam einen Lagerkoller (So möchte ich es mal bezeichnen). Jedenfalls entschloss ich mich noch während der Entgiftung dazu eine Entwöhnungstherapie zu machen. Schließlich wollte ich ja mit den Drogen und dem Alkohol aufhören. Gesagt, getan. Ich meldete mich also für eine Therapie an und begann sie im Mai 2007. Als ich damit durch war war ich zwar schon ein kleines bisschen weg von dem Zeugs, aber es reichte mir nicht. Ich dachte wenn du jetzt nach Hause kommst dann dauert es nicht lang und du bist wieder dran. Also suchte ich mir eine betreute Wohngemeinschaft, ich wollte nicht alleine Wohnen, und wohnte dort für knapp 2 Jahre. Allerdings wurde es mir dort zu feucht, meine Mitbewohner bauten mir zu viele Rückfälle. Und ich sah mich nach einer Trockenen und Cleanen Wohngemeinschaft ohne Betreuung um. Ich wurde auch fündig und lebe dort seit anderthalb Jahren. Das alleine wohnen habe ich aufgegeben. Naja nun bin ich an dem Punkt weshalb ich mich hier gemeldet habe, ich suche eine Partnerschaft. Mein Problem ist ich bin sehr schüchtern. Früher tat ich alles keine Frau zu finden, denn Saufen konnte ich allein, und heute weiß ich nicht wie es geht.*Schmunzel* Deshalb kann man sagen:“welche Frau zwischen 40 und 50 Jahren ist bereit einen etwas verschrobenen Typen wie mich zu nehmen? Bist du mutig genug, dann wäre es schön von dir zu hören.“
Mit Lieben Grüßen
Euer Alwin


Chiffre 1101163: Ich bin Jürgen, ein 71 Jähriger ,allein lebender Rentner, Alkohol krank aber seit 2001 abstinent lebend !
Ich suche eine Gleichgesinnte/Gleichgesinnten die/der mit mir reden möchte über diese böse Sucht und ich würde auch mit Rat und Tat zur Verfügung stehen !
Jürgen aus Wolfsburg


Chiffre 1101162: Hallo ich bin 52 Jahre alt. Ich bin Betroffene seid 1 Jahr trocken.
Ich suche Betroffene dir mir vielleicht helfen können. Im Winter weiß ich einfach nicht wie ich mich ablenken soll.
Vielleicht kann mir jemand sagen was er so für Hobbys hat bzw gesucht hat nach seiner Sucht und ihm geholfen haben? .... (Mein Hobby war die Sucht).
Einfach nur "Wie komme ich aus der langenweile raus"??


Chiffre 1101161: Hallo, ich werde Nene genannt, bin 45 Jahre alt, habe einen 8-jährigen Sohn aus einer früheren Beziehung und bin sicher in mehreren Beziehungen Co-Abhängige. Das soll heißen, mein Vater (wir haben keinen Kontakt) ist Alkoholiker, seit ich denken kann, meine Mutter (auch kein Kontakt) ist tablettenabhängig und spülte diese immer mit Weinschorle runter. Alkohol hat also meine ganze Kindheit begleitet.
Nun habe ich meinen ganzen Mut zusammen genommen, um mich dem aktuellen Problem zu stellen: Mein Lebensgefährte (51 Jahre, selbständig) ist alkoholkrank und ich fürchte, ich bin durch die Lebensumstände co-abhängig. Mein Lebensgefährte trinkt in letzter Zeit immer öfter und dann auch exzessiv. Er verharmlost es entweder, spricht von Grippe, Durchfallerkrankungen, sonstigen Zipperlein am Telefon oder aber er sitzt schuldbewußt vor mir und sagt gar nichts. Im "gemeinsamen" Zuhause trinkt er übrigens selten mehr als das sogenannte Feierabend-Bier. Wenn er viel trinken will, zieht er sich ins Wochenendhaus zurück und verbleibt dort für Tage oder auch mal für 1 bis 2 Wochen. Ich habe ihm nun letzte Woche einen Brief geschrieben, weil er nicht bereit ist, mit mir über das Problem zu sprechen. Wir sind seit 3 Jahren zusammen und unser Anfang wurde von einem ziemlich häßlichen Trennungskrieg von seiner Ex-Frau begleitet. Ich bin übrigens nicht der Trennungsgrund gewesen. Er hatte also immer wieder "gute" Gründe anzubringen, die sein Trinken erklären sollten. Es ging auch immer wieder für viele Wochen gut. Ich liebe meinen Partner, wenn er nüchtern ist. Er ist ein aufmerksamer, liebenswerter und humorvoller Mann, wenn er er selber ist. Aber wenn er getrunken hat, dann ist er einfach ein anderer. Sein Gesicht ist aufgedunsen, zuletzt ist es richtig rot gewesen und seine Bewegungen sind unkoordiniert. Er fährt auch Auto, wenn er getrunken hat, was ich persönlich als kriminell empfinde.
Vor Weihnachten fing es wieder an und am Vormittag von Heiligabend habe ich ihn angerufen, um zu fragen, ob er die Dinge noch besorgt, die wir besprochen hatten. Er wirkte unwillig und meinte dann irgendwann: "Nee, fahr Du mal besser selber." Mir ging es an dem Tag wegen Rückenproblemen nicht wirklich gut und ich wollte bei Schnee und Eis nicht fahren, aber ich bin dann doch los. Später habe ich ihm eine SMS geschrieben, dass ich ihn das ganze Wochenende über nicht sehen wolle, wenn er am Heiligabend nicht erscheinen würde. Er kam dann später und brachte sogar Geschenke mit. Aber sein Zustand war erschreckend. Laut eigener Aussage handelte es sich um 2 Grog am Donenrstag abend ... Das ich nicht lache. Er blieb das Wochenende zwar nicht nüchtern, aber er bemühte sich. Nach Weihnachten verschwand er wieder und erschien erst am Sylvestermorgen wieder. Ich war so sauer ... Das hat er natürlich gemerkt und der Sylvesterabend ist entsprechend frostig über die Bühne gegangen. Gestern kam es dann zum Streit. Er klagte über gewisse Schwierigkeiten mit dem Steuerberater, dem Hauptkunden etc. - ich kann es nicht mehr hören. Ich bin übrigens schwer Schilddrüsenkrank und hatte erst letzten Montag erfahren, dass meine Werte wieder extrem hoch sind. Ich mußte umgehend wieder Tabletten nehmen und die Nebenwirkungen sind extrem. Durchfall, Kopfschmerzen, Erbrechen ... ich bat ihn gestern morgen, mir aus der Hausapotheke das Immudium zu bringen, während ich zwischen Bad und Bett pendelte und er war nicht in der Lage, die richtige Packung zu finden. Da trägt er lieber die Hausapotheke (bei uns in Form eines Kartons, der im Küchenschrank steht) wie eine Bombe vor sich die Treppe hoch und mir ist dann ein böser Satz rausgerutscht. Darüber hat er sich den ganzen Nachmittag aufgeregt und da kam es zum Krach. Normalerweise streitet er nicht. Wenn es irgendetwas zu diskutieren gibt und es ihm nicht passt, dann geht er einfach. Auch gestern meinte er wieder, wir könnten das Ganze ja beenden, wenn ... Ein Wort gab das Andere und er ist dann einfach gegangen.
Ich weiß nicht, was passiert, wenn er den Brief erhält. Ich habe darin die einzigen 3 Wahrheiten aufgezählt, die mich momentan umtreiben: 1. daß er schwer alkoholkrank ist, 2. daß er es alleine nicht schaffen wird und Hilfe braucht und 3. daß ich mich von ihm trennen werde, wenn er nichts in Richtung Trockenheit unternimmt. Ich habe in den letzten 3 Jahren zu oft nachgegeben, wir sind einfach zur Tagesordnung übergegangen und ich habe immer gehofft, bis zum nächsten Mal. Ich befürchte, er glaubt nicht, daß ich mich von ihm trenne, weil er meint, ich sei finanziell von ihm abhängig, aber ich habe auch vorher mit meinem Sohn alleine gelebt und auch wenn es keine rosigen Zeiten waren, so waren es doch ruhigere Zeiten.
Vielleicht finde ich hier Gleichgesinnte, die mir Unterstützung geben, wenn es ganz dicke kommt. Es macht mir Angst, meinem Sohn vielleicht einen Umzug zuzumuten.
Ich möchte mich im Gespräch und Erfahrungsaustausch wieder selber finden und hoffe, dass ich etwas von meiner Stärke geben kann, die sicher noch in mir ist.
LG, Nene


Chiffre 1101160: Guten Abend, mein Name ist Jule und ich bin 28 Jahre alt und Mutter von zwei Kindern, das dritte Kind kommt im April.
Seit mittlerweile 3 Jahren kämpfe ich einen scheinbar aussichtslosen Kampf gegen den Alkohol. Dabei kämpfe ich gar nicht um mich sondern für meine Kinder um ihren Vater.
Er trinkt nicht täglich manchmal vergehen sogar zwei Wochen ohne Alkohol, aber wenn er trinkt dann ohne Stopp bis alles leer ist oder er vorher eingeschlafen ist. Wenn er sich dann wieder vollgekippt hat, schläft er ein oder macht einfach dumme Sachen. Auf dem Weg hat er uns schon mal beinah abgefackelt weil er beim Essen aufwärmen eingeschlafen ist. Oder er hat bei dem Versuch sich auszuziehen, das halbe Schlafzimmer demoliert, weil er gestürzt ist…. Geschichten dazu hab ich mehr als genug.
Anfangs dachte ich, wir schaffen das schon, vor allem wegen der Kinder. Ich habe gebeten, kontrolliert, das Geld nur abgezählt zum einkaufen gegeben, seine Trinkerrei auf zwei mal die Woche, versucht zu begrenzen. Alles ohne Erfolg.
Immer wieder fand ich Verstecke oder er hatte doch irgendwo her Geld für Alk. Der Alkohol hat schon so viel gekostet und doch scheint es ihm noch nicht auszureichen:
Er hat seit zwei Jahren keinen Führerschein mehr davor hat er das Auto im Suff zerlegt
Er hat seinen erstgeborenen Sohn verloren, den darf er nicht mehr sehen
Und jetzt wird er auch mich und unserer Kinder verlieren, wenn sich keine Lösung auftut.
Er spricht nicht mit mir wartet bis das Donnerwetter vorbei ist und hofft die alte gibt jetzt Ruhe, aber das ist doch kein Weg?!
Vorgestern hatte das ganze dann meinen Persönlichen Tiefpunkt:
Trotz Abmachung kam er sturz betrunken und erst um halb 4 in der Nacht nach hause. Da ich zur zeit sehr krank bin und meine Kinder ebenfalls war ich schon ziemlich entkräftet und hatte keine Lust auf große Auseinandersetzungen. Ich habe mit angesehen wie er aus seinen Klamotten stolperte und bin nur dazwischen gegangen als er meiner Tochter noch gute Nacht sagen wollte. Am nächsten Tag hab ich im seine Schlüssel abgenommen und er musste auswärts schlafen.
Selbst jetzt, nachdem er gesehen hat wie es ist ohne uns, scheint er noch nicht soweit zu sein dass er einsieht dass er Hilfe braucht. Ich habe ihn wieder nach hause gelassen unter der Bedingung dass er sich Hilfe sucht und bei absolutem Verbot von Alkohol.
Hier erhoffe ich mir Kontakte zu Menschen die mir vielleicht helfen können zu verstehen, die mir Kraft geben können wieder aufzustehen und für die Familie zu kämpfen....und denen ich im Gegenzug selbiges anbieten möchte.
Lg jule


Chiffre 1010159: Annett 39J. betroffen seit ca.15 Jahren.
Bin durch Zufall, aber aktuellem Anlass auf diese Seite gestoßen und freue mich riesig darüber. Jeden Eintrag habe ich durchgelesen und hab so einige Dinge endeckt, die ich ähnlich erlebt habe! Vor 4Jahren fiel mir bereits auf, dass ich jeden Abend locker eine ganze Flasche Wein geschnasselt habe. Das machte sich besonders am Altglas bemerkbar. Also beschloss ich das ganze einzuschränken und besuchte eine Selbsthilfegruppe der Guttempler. War echt keine schöne Erfahrung! Zwar sehr informativ, aber alles längjährig(10-13J.) trockene Alkoholiker ohne viel Interesse an neuen Mitgliedern, irgendwie Veteranentreffen der alten Hasen! Gut dachte ich, kriege das alleine hin. Das klappte mal für 3-4 Tage aber dann war das Fläschchen und noch etwas mehr fällig. Anlässe waren immer wieder private Tiefschläge. Irgendwie begann sich das Ganze in einen Teufelskreis zu verwandeln. Am Wochenende hab ich meinen Führerschein verloren und ich muß zur MPU. Jetzt muß ich dringend 100% tig abstinent leben und das macht mir Angst.
Dringend suche ich Menschen mit ähnlichen Erfahrungen mit denen ich mich Austauschen kann. Leider ist man ja als Alkoholiker sehr isoliert. Daher würde ich mich sehr freuen, wenn sich jemand meldet und mit mir schreibt!
Vielen Dank !
Liebe Grüße Annett


Chiffre 1010158: Ich heisse Doro, bin 39 Jahre alt und lebe im Ausland. Seid nunmehr 20 Jahren trinke ich täglich 1 bis 1einhalb Flaschen Wein am Abend. Ich denke, dies hat sich einfach so eingeschlichen. Ich hatte eine gescheiterte Beziehung, die ich erst nach 6 Jahren so einigermassen verarbeiten konnte. Auch spielt, denke ich, eine grosse Rolle, dass beide Elternteile täglich am Abend Alkohol verzehrt haben. Es war also normal, abends sein Bier oder Wein zu trinken.
Bei mir fing es mit 18, 19 Jahren an, dass ich es mir am Abend vor dem Fernseher oder beim Telefonat mit Freunden gemütlich machte und dabei durfte natürlich ein Glas Sekt oder Wein nicht fehlen. Im Laufe der Zeit wurden daraus ganz schnell 1 bis 1einhalb Flaschen täglich und dies nun seid tatsächlich 20 Jahren. Mir war eigentlich schon damals klar, dass ich keine normale Beziehung zum Alkohol habe und durchaus wesentlich mehr trank als meine Freunde. Nicht, dass ich mich daneben benehme oder Filmrisse habe. Jedoch auch die Routine tut es.
Seid 13 Jahren lebe ich im Ausland und habe 2 Kinder (10 und 4 Jahre alt). Mein Grosser findet es schick, seinen Kirschsaft aus einem meiner Weingläser zu trinken. Das hat mir einen Ruck verpasst. Kindern lernen von den Eltern. Ich habe nun Angst, dass mein Kind in die gleichen Verhaltensmuster verfällt. Gern würde ich mich einer Therapie unterziehen, jedoch ist dies sehr schwer, da diese wohl in der Muttersprache stattfinden sollte. Ich fühle mich hier ebend nicht wirklich sicher. Wo soll ich hin? Wo finde ich Kontaktadressen?
Ich möchte etewas an meiner Situation ändern! Ich will nicht, dass mein Kind das gleiche durchlebt.
Oft ist es auch der Fall, dass ich meine Kinder abends lieber ins Bett stecke, weil mir der Wein viel lieber geworden ist. Einfach schrecklich. Definitiv bin ich wohl Alkoholikerin aus Gewohnheit und kann damit ganz gut umgehen. So kann es aber nicht weitergehen.
Mit freundlichen Grüssen Doro


Chiffre 1009157: Servus! Mein Name: Micha, Mein Alter: 51 Jahre, Mein Problem: der Alkohol
Ich lebe im Schwabenländle, komme aber ursprünglich aus Gelsenkirchen-Schalke. Bin seit 1989 nun hier unten. 1992 bin ich ein erstes mal auffällig geworden. Da mir das einfach zu viel war mit der Trinkerei dachte ich einfach mal aufzuhören. Nur habe ich gar nicht gemerkt wie körperlich abhängig ich war.
So bin ich nach 3 Tagen umgefallen mit einem Anfall. SO kam es im Krankenhaus zu einem ( Gott sei Dank bis jetzt der einzige) Delirium. Das war grausam, so das ich nach 3 Tagen aus dem Krankenhaus geflohen bin. Die nächsten 3 Wochen daheim waren die Hölle.
Aber ich habe es geschafft. Trocken! Allerdings nur für 4 Jahre. Das ganze fing nach ein paar Schlücken wieder von vorne an. Ich dachte halt.... ein paar Schlücke vertrag ich schon. Ich hatte es auch versäumt eine Selbsthilfe-Gruppe oder eine Therapie aufzusuchen.
So kam ich nach Stuttgart zu einem Arzt der eine neue Therapie mit Tabletten ausprobierte. Naja, wieder mal geschafft. Diesmal sogar bis zum Jahre 2003. Gut 2 Monate trank ich wieder, immer nur harte Sachen. Am Tag so 1-2 Flaschen Klaren. Nun, nach einem kalten Entzug daheim ging ich für 6 Wochen in eine christliche Therapie bei Erfurt.
Immerhin 3 Jahre, dann kamen im März 2006 und im Mai 2006 zwei Entgiftungen in der Klinik. Danach schloss ich mich einer Selbsthilfegruppe an. 2009 ging ich schon nicht mehr hin. Tja, und nun waren es im Februar mal wieder 4 Jahre. Vor lauter Angst der Anfälle die mich beim Entzug doch des öfteren überfielen ging ich noch mal eine Woche in Klinik. Doch auch jetzt im August habe ich eine Woche wieder gesoffen. Den Entzug machte ich selbst daheim.
Doch , so geht es nicht mehr weiter. Ich merke meinem Körper an das er immer grössere Schäden bekommt. Sicher, ich habe eine stressigen Beruf, keine sonderlich gute private Situation. Auch durch den Job wenig echte Freunde. Doch es muss doch eine Möglichkeit geben einmal für den Rest der Zeit konstant trocken zu bleiben. Daher wäre ich für Antworten oder Hilfestellungen sehr dankbar.
Hobbies: Ich singe und bin als Dj immer wieder unterwegs. Auf jeden Fall suche ich Gleichgesinnte!


Chiffre 1009156: Hallo, bin 34 Jahre alt, habe kleine Tochter, bin schwanger, im Winter kommt Söhnchen auf die Welt....und habe alkoholabhängigen Mann.
Wir sind schon seit 6 Jahre verheiratet, ganze Zeit versuche ihm helfen, er war schon mal abstinent, gerade mal 1,5 Jahre. Jetzt ist er gekündigt, obwohl hat sich richtig bemüht bei der Arbeit, unbezahlte Überstunden, Kundengespräche, wo die Verantwortliche nicht der Mut hatten zur Versäumnisse gerade da zustehen. Trotzdem hat ihm die Firma gekündigt, leider hat die Kunden verloren.
Erste Schwangerschaft habe allein durchgestanden, war schwere, komplizierte Zeit. Das Kind wurde nach der Geburt operiert, wir wussten über eine Woche nicht ob unsere Töchterchen überlebt. Sie hat es geschaft, zur Zeit sogar fast gesund.
Diese Schwangerschaft ist wieder die gleiche Geschichte. Schwer, kompliziert, das Kind kommt mindestens 4 Wochen früher per Kaiserschnitt zur Welt, anders laut Ärzte geht nicht. Und mein Man ist wieder in sein Suff verfahlen, braucht Zeit für sich, zum nachdenken.
Nachdenken sieht immer gleich aus: ab Mittag geht bei Ihm Schalter aus, liegt im Wohnzimmer am Boden rum, komplett benommen. Ab 8 uhr ungefähr, wenn das Kind ins Bettchen muss geht Theater los. Wollte gerne sprechen, wissen das er doch nicht so schlecht ist. Morgens tausende Entschuldigungen mit Verscprechen, dass es nie wieder passiert und dann geht von vorne los. Was komisch ist unsere billigere Alkoholtester zeigt nicht mehr ob er getrunken hat oder nicht, immer steht bei null. Aber allere andere Symptome da.
Ich möchte gerne Familie retten, aber möchte nicht das Kinder in solchen Umgebung aufwachsen. Wir haben schönes Wochnung, Schwiegereltern sind sehr nett und stehen zur mir, allerdings können die es auch nicht mehr ändern und haben keine Kraft mehr.
Mein Mann ist sonst netter Kerl, hat Hochshulabschluss, gutes Beruf, intelligent, aber sehr sensibel. Langsam habe ich einfach keine Kraft und weiss nicht mehr weiter.
Wurde gerne Kontakt aufnehmen zur Leute die es geschaft haben, die Sucht zu besiegen. Und zur denen die versucht haben dem Partner zu helfen, erfolgreich und erfolglos.
Möchte Entscheidung treffen, was weiter passiert mit uns, wie soll ich mich verhalten um die Kindern nicht zu schaden.
Sorry für mein Deutsch.



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Zuletzt aktualisiert am: 03.02.2012




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