Kostenlose Kontaktbörse ...
So geht´s ab:
Schreiben Sie uns eine E-Mail, in der Sie
sich kurz vorstellen. Folgende Fragen sollten darin beantwortet werden:
- Wie alt sind Sie?
- Sind Sie betroffen oder angehörig?
- Welche Interessen oder Hobbies haben
Sie?
- Haben Sie ein bestimmtes Problem?
- Haben Sie konkrete Fragen?
- Suchen Sie lediglich Gleichgesinnte zum
Gedankenaustausch?
- Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an!
Es müssen nicht alle Fragen ausführlich
beantwortet werden. Dies soll nur als Anregung dienen. WICHTIG:
Bitte in der E-Mail an uns als Betreff "Kontaktbörse" angeben,
damit wir die Mail auch richtig einordnen können! Außerdem bitte immer
die E-Mail-Adresse mit angeben!!
Wir werden Ihren Text zusammenfassen und
unter einer von uns vergebenen Chiffre-Nummer auf dieser Seite
veröffentlichen.
Möchte jemand Kontakt zu Ihnen aufnehmen,
muss er an uns mit der Angabe Ihrer Chiffre-Nummer schreiben (auch hier
bitte E-Mail-Adresse nicht vergessen!!). An dieser
Stelle vermitteln wir die eingehende Mail an Sie weiter. Sie entscheiden,
ob Sie Kontakt aufnehmen möchten oder nicht. Die Angelegenheit ist also
weitgehend anonym.
Nach neun Monaten wird das Inserat
herausgenommen. Falls der Inserent noch weiterhin gelistet werden möchte,
bitten wir um erneute Zuschrift.
Die Texte der
Kontaktsuchenden geben nicht unbedingt die Meinung von "A-Connect"
wieder. Wir behalten uns Änderungen und Kürzungen vor. Texte mit
politischen oder gegen die Menschenwürde gerichteten Inhalten werden
nicht veröffentlicht. Die Inserate werden nach einem Jahr Laufzeit
gelöscht oder auf Wunsch vorher entfernt.

Chiffre 1006153:
Hallo, ich bin Petra, 52. Alkohol - und nikotinkrank.
Ich bewohne eine Dreizimmerwohnung in Hamburg (die ich vor elf Jahren mit meinen beiden inzwischen erwachsenen Töchtern
bezog) - jetzt nur noch mit einem Hund und Katzen. Eine vor einigen Monaten begonnene ambulante Therapie musste ich abbrechen,
weil ich während eines Urlaubes rückfällig geworden war. In den letzten Wochen ist meine Trinkerei wieder problematisch
gewesen und ich will auf keinen Fall mehr rückfällig werden. Am liebsten würde ich auch mit dem Rauchen ganz aufhören - das
fällt mir allerdings sehr schwer - wenn ichs versuche wird meine psychische Krankheit meist schlimmer - und auch davor habe
ich Angst. Ich habe seit über einem Jahr Hilfe bei einer Suchtberatung gefunden - dafür bin ich dankbar und ich bin nach
vielen Versuchen endlich bereit auch weitere Hilfen anzunehmen. Meine Psychiatrieerfahrungen beginnen bereits in meinem
16. Lebensjahr. Ich bin nie durchgängig Raucherin und Trinkerin gewesen. Wenn ich nicht unter starker Anspannung leide lese
ich gern, koche gern, gehe ins Kino oder mache zu Hause gemütliche Fernsehabende mit meiner Tochter oder einem (eigentlich)
Freund, der bei mir immer mal wieder einzieht und wieder auszieht. Dieser Freund ist "eigentlich" mein Partner - allerdings
sind wir teilweise so zerstritten (wegen seiner und meiner Süchte hauptsächlich), dass ein Zusammenleben im moment unmöglich
ist - wir haben über all' die Jahre, die wir uns kennen immer wieder versucht einen gemeinsamen Nenner zu finden - und die
Hoffnung habe ich noch nicht ganz aufgegeben, dass wir es mal schaffen. Unter anderem auch wegen unserer gemeinsamen Tiere
- aber auch, weil wir uns teilweise gegenseitig oft Halt geben konnten. Vielleicht hat ja jemand Lust, sich zu dem einen
oder anderen Thema mit mir auszutauschen.
Chiffre 1006152:
Hallo! mein Name ist Janine und ich bin 29 Jahre alt. Meine Mutter ist Alkoholikerin.
Sie trinkt schon mind. seit 15 Jahren immer wieder auch mit kurzen Unterbrechungen. Vor ca. 6 Wochen wurde sie ins Krankenhaus
gebracht, da sie nicht mehr laufen konnte, nur noch "lallte" (Zunge war taub), sie erbrach einfach so im sitzen und
interessierte sich dafür nicht, sie sah Sachen die nicht vorhanden waren und war verwirrt. Um ihren Mund war alles gelb.
meine Schwestern riefen daraufhin den Krankenwagen. Die behandelten Ärzte meinten dass sie es noch gerade so geschafft hat.
Sie soll eine Therapie mache etc. falls sie weiterhin trinkt würde es der Körper nicht mehr mitmachen uns es kommt zum Tod.
Jetzt ist sie seit 3 Wochen zuhause und wir haben jetzt festgestellt das sie wieder trinkt. Sie will sich einfach nicht
helfen lassen. Sie versteckt überall ihre Kornflaschen. Wenn wir sie finden und sie darauf ansprechen dann stimmt das alles
nicht. Sie trinkt nicht!!! Als wären wir blöd.... Sie sagt wir sollen sie mit dem Scheiß in ruhe lassen. Wir haben so eine
Angst unsere Mutter zu verlieren.
Was können wir nur tun? Sie ist nicht aggressiv oder ähnliches. Könnten wir sie trotzdem einweisen lassen?? Oder was können
wir tun? Wir leiden doch ziemlich stark darunter. Meine Geschwister vermutlich noch mehr als ich, da ich nicht mehr zuhause
wohne, Würde mich sehr freuen wenn sie mir Ratschläge geben könnten.
Vielen Dank
Chiffre 1006151:
Hallo! Ich bin Michaela, 25 Jahr alt und seit meinem 12. Lebensjahr Vollwaise.
Meine "Kindheit" verlebte ich mit meinen alkoholkranken Eltern, die sich zusätzlich zu ihren Alkoholproblemen einen dreckigen
Scheidungskrieg lieferten. Ich verbinde mit den Zwei`n leider beinahe ausschließlich sehr schlechte Erinnerungen, zu kurz war
die Zeit und zu prägend all` die furchtbaren Erlebnisse, die sie mir mit auf meinen weiteren Lebensweg gaben, den ich nun seit
nunmehr 13 Jahren ohne sie gehen muss. Und obwohl eine so lange Zeit zwischen all dem und jetzt liegt, heilen meine Wunden
nicht. Im Gegenteil- meine Trauer schlug zunächst in Enttäuschung und nun in Wut um. Meine Seele wurde so verletzt, dass ich
kein annähernd "normales" Leben führen, keine Beziehung aufrecht erhalten kann - Borderline-Syndrom lässt grüßen. Sie haben
mich alleine gelassen, ein Kind! Sie hatten die Wahl und haben sich gegen mich und für Alkohol entschieden. Mein ganzes Leben
beschäftigt mich die Frage: War ich es nicht wert? Bin ich es denn überhaupt wert geliebt zu werden?
Nun, vermutlich hört sich das alles nach unglaublichem Selbstmitleid an, und das möchte ich nicht abstreiten. Denn das ist es,
ganz sicher sogar.
Bitte, an alle die ein Suchtproblem und gleichzeitig Kinder haben: Helft mir zu verstehen, warum ihr so egoístisch seid und
eine Droge euren Kindern und deren Wohlergehen vorzieht. Ich will nicht anklagen (auch wenn es so klingt), ich will VERSTEHEN!
Chiffre 1006150:
Hallo, mein Name ist Maria und ich bin 45 Jahre alt.
Dieser Entschluß zu schreiben, ist mir wahrhaftig nicht leicht gefallen. Aber ich denke, es ist nun endlich an der Zeit etwas
zu unternehmen:
Ich bin Quartalstrinkerin (alle 1 bis 2 Monate drei, vier Tage täglich) und dachte, wenn ich nur ein Bier trinke, passiert
mir nix, aber während des Trinkens merke ich schon, daß ich mehr brauche und dann nimmt die Tragödie seinen Lauf. Ich trinke
dann, wie gesagt drei bis vier Tage (manchmal wird?s auch mehr) durch und kann momentan noch selbst damit aufhören.
In meiner Trinkphase kann ich essen, aber während meines Entzuges bin ich so schwach, daß ich kaum laufen kann, mein ganzer
Körper zittert, nichts essen kann und mich *unheimlich *schäme. Ich will diesen Zustand *auf gar keinen Fall mehr* und
erhoffe mir hier Ratschläge bzw. Hilfe, was ich tun kann, damit ich dieses erste Bier erst gar nicht trinke.
Ich bin Alkoholikerin und trinke stets nur zu Hause, wenn ich weiß, daß ich alleine bin, also mein Mann nicht so schnell
heimkommt!
Mein Mann und ich lieben uns sehr, aber das hält auf Dauer keiner aus! Ich möchte da auch unbedingt ?raus'!!!
Wer hat mit dieser Art zu trinken (Quartalstrinkerin) Erfahrungen gemacht und wie hat er/sie es geschafft, aus diesem
Teufelskreis rauszukommen?
Chiffre 1005149:
Mein Name ist Daniel, lebe in der Schweiz und bin 40 Jahre alt. Ich trank bis vor kurzem seit meinem 17. Lebensjahr am
Wochenende sehr grosse Mengen Alkohol. Es gehörte ganz einfach dazu, da meine damaligen Kollegen sich auch immer volllaufen
liessen um ihre Hemmungen gegenüber dem anderen Geschlecht zu verlieren oder ganz einfach „einen Drauf“ zu machen.
Zuletzt trank ich vor allem, weil ich immer alleine in den Ausgang musste um meine Kontaktschwierigkeiten zu überwinden.
Die Folgen waren gravierend. Ich hatte 3 Mal Führerscheinentzug, da ich Fahren und Trinken nicht auseinander halten konnte
(1989, 1993, 2003) und muss jetzt zur MPU damit ich meinen Führerschein wieder erhalte.
Bedingt durch diese Massnahme bin ich jetzt seit bald 4 Monaten absolut „clean“, doch die psychische Abhängigkeit bleibt nach
wie vor. Mein Leben hat sich komplett verändert. Ich bleibe am Wochenende vielfach zu Hause, anstatt fort zu gehen und neue
Leute kennenzulernen, da ich mich einfach noch heute mit 40 nicht getraue, einmal alleine irgendwo hin zu gehen. Mein
Selbstbewusstsein ist nach wie vor klein, da es mir früher mit allen Mitteln "kaputt" gemacht wurde (vor allem Abweisungen
von Frauen). Mit Alkohol fiel es mir nie schwer, so etwas auszuhalten.
Das Problem ist nicht generell der Alkohol im Ausgang, sondern das immer alleine in den Ausgang gehen. Man hat niemand zum
Quatschen, die Leute schauen einem „komisch“ an, wenn man irgendwo eintritt und ähnliches….
Viele meiner früheren Freunde bzw. Kollegen haben heute in meinem Alter Familie oder Freundinnen und haben wenig oder gar
keine Zeit mehr für mich. So bin ich viel alleine und wurde in den letzten Jahren zwangsweise ziemlich zum Eigenbrötler,
obwohl ich vom Typ her eher ein Gesellschaftsmensch bin.
Ich weiss, dass ich etwas ändern muss, um endlich von dieser Sch…..Droge wegzukommen. Den ersten Schritt mit der
(Zwangs-)Abstinenz habe ich jetzt getan, nur so kann mein Leben nicht weitergehen.
Ich habe an nichts mehr Spass und schlage mich irgendwie durch von Tag zu Tag.
Beruflich arbeite ich im Aussendienst im Versicherungsbereich und wäre eigentlich auf ein KfZ angewiesen. Stattdessen muss
ich immer diese mühsamen öffentlichen Verkehrsmittel benützen um einen Kunden zu besuchen und ärgere mich den ganzen Tag über
Zugverspätungen, übermässiges Schwitzen, schlechte Anschlüsse, Gedränge am Bahngleis etc. Am Wochenende sitze ich dann zu
Hause rum und sehe die anderen fröhlichen Päärchen draussen, die es schön miteinander haben. Ich frage mich in der letzten
Zeit vermehrt „für was lebe ich eigentlich?“
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht bezüglich Bekanntschaften machen ohne Alkohol bzw. ähnliche Situationen erlebt?
Chiffre 1005148:
Hallo, ich bin 20 Jahre alt und die Tochter eines Alkoholikers, somit eine Angehörige.
Ich wohne noch zusammen mit meinen Eltern, seit kleinauf muss ich mir das Geschehen mitansehen. Unter der Woche, wenn er
arbeiten muss, sind es abends vllt 2-3 Biere, allerdings kann es auch dazu kommen dass er auch mal unter der Woche was
härteres trinkt. Das hat zur Folge dass er die nächsten Tage ( eben dann unter der Woche wenn er arbeiten muss) weiter trinkt
und dadurch wieder einige Zeit braucht um sich zu "erholen". In dieser Zeit geht er nicht zur Arbeit. Aber am Wochenende ist
es am aller schlimmsten, sobald das Wochenende beginnt, beginnt auch die "Trinkzeit".
Da vor einigen Wochen sein Führerschein eingezogen worden ist, hat er keine weitere Beschäftigung mehr und somit auch noch
mehr "Anlass" und Zeit zu trinken, weil er ja nicht fahren muss. Das geht nun schon Jahrelang so, mal ist es schlimmer mal
etwas besser. Darunter leidet die ganze Familie und natürlich vorallem die Beziehung zu (meiner Mutter) seiner Frau. Er macht
wirklich alles kaputt. Wir wissen nicht mehr weiter und er selbst, glaube ich, kann es sich nicht eingestehen dass er
Alkoholiker ist, er hat Angst sich an jemanden zu wenden, da wir Russlanddeutsche/ Spätaussiedler sind, beherrscht er nicht
so gut die deutsche Sprache.
Was können wir machen?
Chiffre 1002147:
Hallo, mein Name ist Sabine und ich bin 43 Jahre alt und Angehörige. Mein Mann (46) ist Alkoholiker.
Ich würde mich sehr freuen, wenn ich über diesen Weg Gleichgesinnte finde, mit denen ich mich austauschen kann, denn ich
fühle mich oft sehr allein.
Kurz noch etwas zu meiner Person: Ich arbeite als Sekretärin und besitze zusammen mit meinem Mann eine Doppelhaushälfte. Er
ist Programmierer von Beruf. Wir habe keine Kinder, aber dafür 4 Katzen. Zu meinen Hobbies (sind nicht mehr viele, da ich
meine Kräfte für den Alltag brauche) zähle ich Lesen, unsere Tiere, Fernsehen (gut zum Abschalten), zwischendurch Pilates
(besuche einen Kurs), früher einmal Seidenmalerei.
Mein Mann hat bereits zwei Therapien hinter sich und besucht zur Zeit wöchentlich eine Selbsthilfegruppe. Aber trotzdem
schafft er es bisher einfach nicht, auf Dauer abstinent zu bleiben. Ich glaube ihm schon, dass er es versucht. Und ich weiß
auch, dass Alkoholabhängigkeit eine Krankheit ist und er nicht absichtlich trinkt, damit es mir schlecht geht. Ich weiß auch
(vom Kopf her), dass es nicht meine Schuld ist. Aber wenn er getrunken hat, dann fühle ich mich schlecht, habe Schuldgefühle,
bin verzweifelt, weil ich nicht weiß, ob das je ein Ende haben wird und fühle mich wahnsinnig einsam und hilflos. Vor etwa
10 Jahren hat er mir gestanden, dass er mehr trinkt, als ich wüsste. Seitdem kämpfe ICH gegen seine Alkoholkrankheit. Er selbst
kämpft erst seit ca. 4 Jahren (seit der ersten Therapie, zu der ihn sein damaliger Arbeitgeber mehr oder weniger gezwungen
hat – seitdem erkennt er zumindest ernsthaft an - und das glaube ich ihm! - dass er vom Alk abhängig ist und Hilfe braucht)
ernsthaft dagegen an. Meine Kräfte neigen sich jedoch langsam dem Ende entgegen, aber ich möchte ihn nicht verlassen. Ich
kann doch nicht den Mann verlassen, den ich über alles liebe, nur weil er krank ist. Aber ich brauche dringend jemanden, mit
dem ich hin und wieder über meine Ängste, meine Gefühle, meine Zweifel, aber auch meine Hoffung sprechen bzw. per E-Mail
kommunizieren kann. Bevorzugt jemanden, der/die in der gleichen Lage ist und aktuell ähnliche Erfahrungen macht. Ich brauche
niemanden, der mir rät, meinen Mann zu verlassen. Das habe ich nämlich – zumindest zur Zeit – nicht vor. Sondern jemanden,
der/die vielleicht ebenfalls versucht, auf irgendeinem Weg neue Kraft zu sammeln, um gemeinsam mit dem Partner (oder dem
Betroffenen – kann ja auch ein Elternteil oder ein Freund sein) gegen den Alkohol anzukämpfen. Mein Mann war längere Zeit
arbeitslos, was für den Therapieerfolg der zweiten (ambulanten) Therapie nicht gerade von Vorteil war. Er hat erst vor
kurzem wieder einen neuen Job. Ihm wurde auch der Führerschein wg. Alkohol am Steuer für insg. ca. 10 Monate abgenommen und
er hat erst letzten Monat die MPU bestanden und den Fahrerlaubnis zurückerhalten. Trotzdem hat er z.B. HEUTE nach ca. 4
Wochen Abstinenz (davor hat er es mal 2 Monate, davor aber nur 2 Wochen ausgehalten) getrunken. Was ich noch erwähnen sollte:
Mein Mann wird glücklicherweise nicht gewalttätig oder aggressiv, wenn er getrunken hat, eher albern oder rührselig. Ich
habe also keine Angst VOR ihm, sondern nur davor, dass sich die Situation NIE vielleicht ändern wird. Dass er es, obwohl ich
es natürlich hoffe, nie schaffen wird, auf Dauer ohne Alk auszukommen. Gibt es jemanden unter euch, dem es ähnlich geht wie
mir, und der/die sich gerne mit austauschen würde? Ich würde mich riesig freuen!
Chiffre 1002146:
ich bin kerstin,48jahre alt,mutter von zwei erwachsenen töchtern,getrennt,berufstätig.
ich bin alkoholiker und medikamentenabhängig.nach einem hirninfarkt und ep.anfall,seit 1 jahr und 6 monaten trocken.
ich war zur 12 wöchigen langzeittherapie und werde diesen sommer zur erneuten festigungstherapie fahren weil ich von einen
zufriedenen trockenen alkoholiker noch sehr weit entfernt bin und es mich tgl.noch viel kraft kostet, den trockenen weg zu
gehen.
da ich im schichtsystem tätig bin, ist es mir nicht möglich,regelmäßig eine selbsthilfegruppe zu besuchen, deshalb würde ich
mich über einen austausch in dieser form hier freuen.
liebe grüße
kerstin
10.02.2010
Chiffre 1002145:
Hallo und herzliche Grüße. Ich bin der Hans-Joachim, 69 alt, verh. mit 2 Kindern und 5 Enkeln.
Ich lebe nach einer Alkoholtherapie nun schon fast 27 Jahre zufrieden abstinent und besuche annähernd regelmäßig eine
BK-Abstinenzgruppe. Hobby ist Golf. Nicht der VW, sondern der Sport.
Eventuell kann ich ja jemandem auf dem Weg in die dauerhafte Abstinenz begleiten u/o behilflich sein.
Ich freue mich, Hans-Joachim
08.02.2010
Chiffre 1002144:
Grüß Gott, wie man vielleicht aus meiner Begrüßung schon bemerkt bin ich aus Bayern, einer Kleinstadt in Niederbayern.
Mein Name ist Hans und ich werde diese Jahr 54 Jahre alt. Bin seit 23 Jahren geschieden und habe einen super Sohn, eine tolle
Schwiegertochter und einen kleinen Enkel. Ich habe ein Haus mit Garten in einer ruhigen Lage und einen sicheren Arbeitsplatz
– was man eben in der heutigen Zeit als sicher bezeichnen kann.
Um gleich beim Thema zu sein: Alkohol hat meine Beziehung kaputt gemacht. Meine EX – Lebensgefährtin ist 4 Jahre älter als ich
und eine tolle Frau, wenn sie nichts getrunken hat. Ich habe sie vor 5 Jahren im Chat kennen gelernt. Sie ist eine gebürtige
Münchnerin und lebt seit ihrer Scheidung auch wieder in München, in einer Eigentumswohnung mit hübschem Garten. Das heißt
wir führten eine Fernbeziehung und sahen uns nur am Wochenende oder eben im gemeinsamen Urlaub. Für mich war das alle nicht
schlimm. Manche Ehepaare sehen sich wegen der verschiedenen Arbeitszeiten auch nur am Wochenende, obwohl sie eine gemeinsame
Wohnung haben.
Ihr Tagesablauf war wegen dem Scheiß Alk immer derselbe. Von Montag bis Freitag wurde die erste Literflasche Wein am frühen
Abend geköpft und dann bis zum ins Bettgehen geleert, oft wurde noch eine zweite Flasche angebrochen. Seit einiger Zeit hat
sie sich auch noch angewöhnt, nach dem Heimkommen aus der Arbeit einen Kaffee und 1 – 2 große Schnäpse zu trinken. Außerdem
kann man sagen ist sie beinahe Kettenraucherin – min. 2 Schachteln am Tag.
In Freizeiten wie Wochenende und Urlaub ist der Alkkonsum noch um einiges größer – da wird der erste Schnaps schon am frühen
Nachmittag zum Kaffee gekippt.
Ich selbst habe am Abend schon auch gerne einen Wein getrunken und bin auch Raucher. Aber im Verhältnis zu ihr
– kein Vergleich.
Es kam in letzter Zeit immer mehr zu Streitereien. Sie ist, wenn sie nüchtern ist, der friedlichste und liebste Mensch. Nur
unter Alkoholeinfluss wurde sie zur Nörglerin. Konnte über ein geregeltes Thema zwei und mehr Stunden diskutieren und mich so
richtig in die Ecke drängen. Wenn ich dann mal in die Verteidigung gegangen bin und mir ist vor lauter Wut der Kragen
geplatzt, dann konnte ich mir das bei Gelegenheit immer wieder anhören. Vor zwei Wochen, Jan. 2010, wir hatten uns 3 Wochen
nicht gesehen, bin ich voller Freude zu ihr nach München gefahren. Angekommen um 15:00. Um 16:00 kam ein Herr und eine Dame
zu Besuch, war wegen der Hausverwaltung, nicht schlimm. Diskussion dauerte bis so gegen 19:00 Uhr. Der Besuch hatte die Tür
kaum hinter sich zugemacht wurde die Schnapsflasche aus dem Regal geholt. In kurzer Zeit wurden 3 – 4 große Schnaps gekippt,
dann kam der Wein und der Abend war„gelaufen“. Ich habe mich für sie geschämt! Wieder endlose Diskussionen. Aus lauter
Verzweiflung habe ich dann auch einen über den Durst getrunken! Für mich stand aber fest: am Sonntag fahre ich nach Hause,
ich war am Ende meiner Kraft! Ich beende die Beziehung, ich will mich nicht in den gleichen Teufelskreis begeben. Wir sind
noch im lockeren Mailverkehr. Nach einer Woche hat sie mich angeschrieben, dass sie nach ca. 10 Jahren eine Woche ohne Alk
ausgekommen war. Sie hat schon eine Entziehung hinter sich, vor unserer Zeit, ist wieder Rückfällig geworden, auch vor
unserer Zeit Sie war auch beim Arzt! Ergebnis: Sie schrieb ihre Schilddrüse wäre nicht ganz in Ordnung, Cholesterin sowieso
und die Bauchspeicheldrüse „schwächelt“ auch etwas. Anmerkung: Vor unserer Zeit hatte sie schon einen Herzinfarkt. Sie will
jetzt ihre eigen Wege gehen und sich von niemand mehr abhängig machen und auf niemand Rücksicht nehmen. Hoffentlich schafft
sie es, ich liebe sie nämlich noch immer. Sie schreibt: Sie kann meine Liebe nicht so erwidern wie es sein sollte oder wie
sie es gerne wollte. Sie ist mir dankbar für meine unendliche Geduld und ich bin ein herzensguter Mensch. Kann ich mir dafür
was kaufen??? Ich denke mein Nebenbuhler der Alk war da dazwischen. Ich selbst trinke seit diesem Wochenende keinen Tropfen
mehr und es geht mir super dabei. Ich habe es ihr auch geschrieben. Ich wollte ihr damit zeigen – komm wir gehen einen neuen
Lebensweg ohne dieses Gift. Was hätte ich machen sollen? Wie hätte ich sie vom Alk fernhalten können, wenn man sich nur am
Wochenende sieht. Oder wenn man mit solchen Sprüchen wie „bevormunde mich nicht“ konfrontiert wird.
Nun höre ich aber auf, sonst langweile ich euch.
Beste Grüße Hans
Chiffre 1001143:
hi, ich heiße peter, bin 52 jahre alt und mit alkohol groß geworden. also, was ich damit sagen will, mein vater war trinker.
der neue lebensgefährte meiner mutter wurde auch zum trinker, meine schwiegereltern trinken auch regelmäßig.
ich arbeite seit 35 jahren als landschaftsgärtner und immer war alkohol thema nummer eins. man kann aber niemandem einen
vorwurf machen, man ist immer selbst für sein leben verantwortlich. nach der wende wurde es ein wenig besser.
es ist ja nun auch nicht so schlimm, das ich nach dem aufstehen schon ein bier trinken muß. aber abends, ich komm nicht ins
bett wenn ich nicht ein gewissen pegel ereicht habe.
ich würde gern wissen wo ich stehe.
ich bin verheiratet, habe zwei nette mädels. wenn man(n) spät abends weinanfälle kriegt, dann kann doch was nicht stimmen.
was ist mit meinen freunden? sind sie noch da wenn ich nicht mehr mit ihnen trinke?
so meine hobbys sind die fotographie, ich lese gern mittelalterromane, und will seit kurzem mich der kalligraphie zuwenden.
Chiffre 1001142:
Guten Tag, mein Name ist Hedi ich bin 52 Jahre alt und ich möchte mich kurz vorstellen.
Ich bin selbst betroffene und schaue auf eine recht lange Trinker,- und Raucherkarriere zurück.
Seit August 2008 bin ich trocken und seit April des gleichen Jahres auch weg vom Nikotin.
Zur Zeit habe ich kein akutes Problem und besuche diese Seite um Gleichgesinnte zu finden und mit ihnen Gedanken
auszutauschen.
Während meiner Freizeit lese ich sehr gerne, gehe gern ins Kino oder auch mal ins Theater.
Ich lache gerne, gern auch mal über mich selbst und philosophiere gern mit anderen über alles mögliche.
Chiffre 1001141:
hallo, mein name ist joerg und ich bin 48 jahre alt.
ich bin nicht verheiratet, lebe aber mit der mutter meiner tochter und unserer tochter zusammen. als grafiker arbeite ich in
hamburg. hobbies sind mein beruf und die fotografie.
ich habe eine lange suchtkarriere hinter mir. angefangen mit haschisch über lsd, kokain, amphetamine und heroin bin ich vor
einigen jahren beim alkohol angekommen. meine kleine familie erträgt das nicht mehr, weil auch sehr viel lügerei dabei war.
ich denke jeder betroffene weiß, wovon ich spreche. ich bin mir nicht sicher, ob ich das noch kitten kann, versuche es aber
und hoffe hiermit auch auf hilfe, infos etc. ich bin auch auf der suche nach einer guten gruppe in hamburgs norden nähe
flughafen.
Chiffre 0912140:
Hallo, mein Name ist Barbara bin 42 Jahre alt und bin Alkoholkrank.
Ich hatte zum trinken angefangen als mein heutiger Ex-Mann, bei uns daheim einen schweren Unfall gehabt hat. Das war am
21.März 2003. Von da an habe ich jeden Tag getrunken um meinen seelischen Schmerz nicht mehr so zu spüren. Bin damit nicht
klargekommen (Intensivstation, etliche Op.s, meine 5 Kinder und noch abends arbeiten). Nach 3 Jahren trinken habe ich
gemerkt das ich körperlich abhängig geworden war, ist ne üble Sache. nHabe dann noch ein halbes Jahr weitergetrunken bis
ich auf Entgiftung gegangen bin. War dann etwas über ein Jahr trocken und habe dann wieder langsam das trinken angefangen
als mein damaliger Partner auch einen schweren Unfall gehabt hat, dass gleiche ging von vorne los(Intensivstation, meine
Kinder und meine Arbeit). Als der Mann dann wieder auf den Beinen war hatte er eine andere Frau.......2.Entgiftung und im
September 2009 hatte ich wieder zum trinken angefangen, 3.Entgiftung dieses Jahr im Februar und bin seit Mai in ambulanter
Reha, für mich das optimale und ist echt super. Wobei ich heute sagen muss das auch meine Kindheit und mein ganzes Leben dazugehört das ich Suchtkrank geworden bin,der Unfall denke ich war der Auslöser dazu.
Über Kontakte zu Betroffenen und auch Angehörige würde ich mich sehr freuen.
Glg. Bärbel
Chiffre 0912139:
Hallo,
ich habe durch Hinweis einer Bekannten diese Adresse erhalten und mich auf der Web-Seite ein wenig schlau gemacht.
Ich bin 63 Jahre alt, bin mit einem trockenen - oder gewesenen - Alkoholiker zusammen, der 6 Jahre unseres Zusammenseins
trocken war.
Seit einem Jahr hat er wieder mit kleinen Mengen Alkohol angefangen, als ich es gemerkt habe und ihn gebeten habe, aufzuhören,
versprach er es hoch und heilig.
Nun habe ich festgestellt, dass er heimlich abends wenn ich im Bett bin - wir schlafen getrennt - wieder angefangen hat, und
zwar mit hochprozentigen Sachen.
Er glaubt, ich merke es nicht. Ich hatte ihm auch gesagt, dass ich das nicht mitmachen würde und gehen würde - wir leben seit
4 Jahren zusammen - was er natürlich auf keinen Fall will.
Seiner Arbeit geht er regelmäßig nach. Nur sein Verhalten hat sich in letzter Zeit sehr geändert. Er ringt wohl mit sich
selber. Einer anonymen Gruppe würde er sich aber nicht anschließen, seiner Meinung nach schafft er alles selber!
Ich habe viele Hobbies, Malen, Fotografieren, Lesen.
Ich suche hier Gleichgesinnte, die mir vielleicht einen Rat geben könnten.
Er hat Leberzirrhose, seine Leberwerte sind nicht in Ordnung. Vor 11 Jahren wäre er bald daran gestorben, aber in den Jahren
danach hat er sich gefangen. Nun das.
Gruß
Bärbel
Chiffre 0912138:
Hallo,
ich bin Anja und bin 40 Jahre alt.
Trinke hin und wieder mal was. Aber ich bin Medikamenten abhängig,und das ist ja auch eine Sucht.
Und es macht mir Angst.
Meine Hobbys sind Reiten,Longieren,mein Hund
und ich gehe einmal die Woche bei uns zum Blauen Kreuz.
Ich suche Menschen mit ähnlichen oder gleichen Problem zum
Gedankenaustausch.
Chiffre 0911137:
Hallo, ich bin 20 (w) Jahre jung und komme aus Essen (Ruhr).
Ich hoffe ich bin hier richtig, da ich viel über Alkohol hier gelesen habe.
Allerdings bin ich keine Betroffene von Alkohol, sondern eher von
Depressionen und Ängsten. Auch entfernt eine Angehörige, eines
Alkoholabhängigen, aber da war ich noch kleiner (und nicht nur mit
schönen Erinnerungen verbunden).
Meine Interessen sind:
- Klavier spielen
- über alles zu reden (wirklich ALLES)
- über Dinge zu philosophieren
- lachen, Spaß haben (Nein, ich bin kein Discotyp, sondern eher ruhig,
aber auch da kann man Spaß haben, ohne Disco)
- und einfach Mensch sein.
Mein bestimmtes Problem sind große Ängste vor Krankheiten,
Versagensängste, Selbst verletzendes Verhalten schwere bis
mittelschwere Depressionen, und manchmal Suizidgedanken, bis hin zu
Suizidplänen. Bisher Gott sei Dank ohne direkte Versuche.
Auf diesem Wege wollte ich Menschen mit ähnlichen Problemen erreichen.
Die damit mal Probleme hatten oder noch haben.
Aus dem Raum Essen (Ruhr), gerne auch für hin und wieder ein Treffen auf
ein Kaffee, Spaziergang, einfach um sich darüber zu unterhalten.
Auch Methoden das in den Griff zu bekommen, Therapieerfahrungsaustausch,
etc. Vielleicht auch eine Freundschaft aufbauen.
Dem anderen zu zeigen, dass er nicht alleine ist.
Chiffre 0911136:
hallo, ich habe ein Alc-Problem, bin zufällig auf Ihre Seiten gestoßen.
- ich bin 59 Jahre alt, habe als Ingenieur gearbeitet, bin seit einigen Jahren frühpensioniert.
- konsumiere täglich ca. 1/3 Flasche Obstler und 3 Fl. Bier, beim Essen gern auch Wein.
- Interessen: Freizeitsport, Computer, Haus und Garten
- Problem: meine Ärztin ist mir quasi auf die Schliche gekommen, die Leberwerte.....
Ich mache mir große Sorgen um die Zukunft, so kann es ja nicht weitergehen.
- Ich habe immer viel alc konsumiert, Obstschnäpse, Bier und Wein.
Bis vor ca. einem halben Jahr (Check-up bei meiner Hausärztin) war immer alles o. B.
- konkrete Frage: wie lange macht meine Leber das mit?
- Bleibt mir nur die komplette Abstinenz, oder gibt es Strategien zur Reduzierung?
Danke für jeden Hinweis.
meaculp
Chiffre 0909135:
Hallo, ich heiße Robert, bin 35 Jahre alt und alleinstehend.
Ich wohne in OWL und arbeite im kaufmännischen Bereich. In letzter Zeit geht es mit mir in vielen Hinsichten stetig
bergab. Habe viel über die Ursachen gegrübelt, die Antwort jedoch ist einfach: Ich bin Alkoholiker.
Ich trinke nicht täglich, meistens am Wochenende und in Gesellschaft. Bin dann leider nicht in der Lage nach ein paar
Bieren aufzuhören, es geht immer bis zum bitteren Ende...und die Enden werden immer bitterer. Der berühmte Filmriß ist
bei mir Standard geworden. Ich habe im alkoholoisierten Zustand schon Dinge gesagt und getan die viel Geld und
Freundschaften gekostet haben.
Das hat Depressionen zur Folge, die ich wie einen zentnerschweren Rucksack mit mir herumtrage. Meine sozialen Kontakte
sind fast ausnahmslos vom Saufen begleitet. Undenkbar, daß da kein Alkohol getrunken wird, darüber wird nicht
ansatzweise diskutiert. Ich bin dann fast immer der, der am meisten und am schnellsten trinkt.
Alleine zu Hause habe ich weder Lust auf Alkohol noch auf Zigaretten. Leider bin ich ein ausgesprochen schwacher Mensch.
Auf irgendwelchen Feiern oder Zusammenkünften "Nein" sagen kann ich einfach nicht, im Gegenteil: Ich brauche
schnellstmöglich einige Biere, um mein Unbehagen, das mir gesellige Runden im Grunde bereiten(bin ziemlich kontaktscheu
und gehemmt), loszuwerden.
Das alles mag sich eventuell eher harmlos anhören, ist es aber bestimmt nicht. Ich bin davon überzeugt, daß es vielen
so geht wie mir. Für Ratschläge oder Kommentare wäre ich sehr dankbar.
Chiffre 0909134:
Hallo,
ich bin 39 Jahre,weiblich und alkoholabhängig. Ich bin an einem Punkt gelangt,wo ich einfach nicht mehr kann!
Trinke regelmässig alle 2 Tage zwischen 5-7 Flaschen Bier. Leider ist mein Mann dem Alkohol auch nicht abgeneigt.
Ich würde gerne betroffene menschen zum Gedankenaustausch kennen lernen,auch gerne aus Essen und Umgebung.
Obwohl mein Verstand sagt,das es so nicht weitergeht,kann ich das einfach nicht umsetzen,die Finger von diesem
Teufelszeug zu lassen!!! Viele Grüsse
Chiffre 0908133:
Hallo, ich bin 35 Jahre alt, wohne in Köln und bin Betroffener (also ein Junge)! Es fällt mir echt schwer, dies zuzugeben,
ist auch das erste Mal, und auch nur, weil ich anonym bleiben kann.
Ich arbeite bei einer Überseespedition und habe durch die Zeitverschiebungen sehr schwankende Arbeitszeiten. Dadurch kam ich
auf die Idee, doch mal ein Schlückchen zu nehmen, damit es auch mit dem Schlafen wieder klappt. Das war vor nunmehr 15 Jahren.
Es wurde mehr und mehr, später dann auch tagsüber und am Arbeitsplatz, aber immer versteckt, nie öffentlich.
Aber wie soll das weitergehen?
Ich habe ja die Einsicht, daß ich alles ändern muß, aber kann ich das alleine schaffen? Ich kann es nicht über mich bringen,
mit anderen Menschen offen darüber zu reden. Vielleicht kann jemand etwas dazu sagen.
Ich beantworte garantiert jede Zuschrift.
Vielen Dank fürs Lesen
Chiffre 0907132:
Hallo, mein Name ist Martin, 49 Jahre alt, verheiratet und Vater von 3 Kindern, von Beruf selbstständig und Betroffener.
Meine Interessen sind neben dem Beruf,, den ich sehr liebe und für den ich hart arbeite, Geschichte, insbesondere die
preußische. Ich trinke zuviel, täglich mindestens 3- 4 Flaschen Bier oder 1-2 Flaschen Wein, da in letzter Zeit stark unter
Streß. Wo ich jetzt allerdings diese Web-Seite lese, habe ich den ganzen Abend nur 1 Flasche Bier getrunken und dabei wird es
bleiben, da mir irgendwie die Lust am Trinken vergeht. Tagsüber trinke ich gar nicht, erst so ab 18- 20 Uhr, morgens erst
recht nicht. Verträgt sich meiner Ansicht nach nicht mit meinem Beruf. Deswegen trinke ich auch geschäftlichen Mittagsessen
fast nie, nur äußerst selten.
Aber häufig kommt diese Wucht, und dann will man das Zeug einfach nur so reinschütten, völlig unkontrolliert. Was mich dann
wiederum am meisten stoppt sind wichtige Termine am nächsten Tag, da habe ich mich unter Kontrolle. Gelegentlich trinke ich
kaum, tagsüber habe ich ohnehin keinen Drang dazu; es sei denn, am Abend zuvor wurde richtig gezecht.
Mach ich mir was vor? Ich bin am Überlegen, mir nur noch 1- 2 Flaschen Bier täglich oder 2 Glas Wein zu gönnen, quasi zum
Herunterfahren, um dann später noch weniger zu trinken. Aber das nennt man wohl kontrolliertes Trinken. Nachdem was ich aber
darüber gelesen habe, mache ich mir wohl was vor, oder? Das Dumme ist, dass ich einen guten Wein immer noch sehr genieße.
Ich würde mich gerne einmal gedanklich austauschen, um mich dem Problem zu öffnen.
Chiffre 0906131:
Hallo erst mal J !
Ich heiße Angela und bin 44 Jahre, naja, und wie es scheint: leider auch Alkoholiker. Vor 14 Jahren hatte ich einen Autounfall
und wurde brutal aus „meiner Welt“ gerissen. Ich war sportlich, hatte eine tolle Figur und war mit mir, meiner Arbeit,
meinem Kind und meinem Leben (trotz frischer Scheidung) zufrieden! Bums – alles weg! Kurz danach habe ich (nur ab und an
mal) meine Probleme zu ertränken versucht, dumm gelaufen – die Biester können schwimmen! Es hat mich damals schon selbst
gestört und ja, ich brauchte keinen Alkohol um mich schlecht zu fühlen! Ich wurde durch diesen Unfall zum „Behinderten“
(naja, habe jetzt ein künstliches Hüftgelenk und …, egal, will nicht jammern)
Heute sieht alles anders aus!, Schade eigentlich!!! Bin mir manchmal selbst im Weg! Vielleicht ist all das passiert als ich
(vor 7 Jahren) zu meinem zweiten Mann zog?!? Fühle mich vom Dorf nicht akzeptiert (habe vorher in Berlin gelebt), habe auf
Grund meiner körperlichen Einschränkungen meine Arbeit hier verloren und so weiter…..
Nun bin ich viel allein zu haus und versteck mich hinter einer Flasche Bier….., nein, manchmal sind es auch 6 -8 Flaschen
über den Tag verteilt. Egal, jedenfalls zu viele!!!!!!!!!!!!!!!! und ich will davon wieder weg !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Würde mich über einen Kontakt freuen
Chiffre 0906130:
Hallo, ich bin 52 Jahre alt und mein Mann ist seit 6 Wochen auf Entziehung. Vom Arzt wird er als Gelegenheitssäufer benannt.
Ich bin total am Ende und weiß überhaupt nicht mehr was ich tun soll. Ich selber war Anfang des Jahres wegen Depressionen in
einer psychosomatischen Klinik und bräuchte eigentlich selber noch Hilfe. Ich werde einfach nicht fertig, dass er mich über
so lange Zeit ins Gesicht belogen hat, obwohl ich im Innersten etwas vermutet habe und ihn darauf aber immer wieder
angesprochen habe.
Ich habe Interesse an Sport, Lesen und Handarbeiten jeglicher Art. Mein Garten und Haus ist auch mein Hobby.
Ich kann mit dem Thema Alkohol überhaupt nicht offen umgehen, es wissen auch nur 3 befreundete Ehepaare davon, doch ich habe
den Eindruck wenn ich auf die Straße gehe, weiß es jeder. Ich muss mir einfach mal alles von der Seele schreiben, vielleicht hat jemand dies auch schon so erlebt und kann mir Rat geben, wie ich es schaffen kann. Mir kamen auch schon Gedanken auf, dass ich ihn verlasse, aber ich will nicht auch noch verantwortlich dafür sein wenn er es nicht schafft wegen mir.
Würde mich über jede Zuschrift freuen.
Chiffre 0905129:
Hilfe gesucht für Ehemann einer Alkoholikerin...
Ich bin 52 und meine 4 Jahre jüngere Frau ist leider alkoholkrank. Mein gut geratener Sohn ist 14 und sieht die
Alkoholproblematik jetzt auch und weiß natürlich nicht wie er damit umgehen soll.
Zu mir: Ich bin begeisterter Motorradfahrer, gehe gerne zu Ausstellungen, Vernissagen, ins Museum, Geocaching, Basteln, Haus
reparieren, Garten, spiele gerne Videospiele und weitere Interessen... finde also immer etwas zu tun.
Ich arbeite seit 1 Jahr 4 Tage in der Woche in einer Mittelfränkischen Großstadt und wohne dann dort in meiner Zweitwohnung
(mit Arbeit, Zweitmotorrad und einem Teil der Hobbys bestens ausgelastet.)
Bei meiner Familie in Norddeutschland bin ich meistens von Donnerstag abends bis Sonntag Abend.
Ich suche Rat wie ich meiner Frau helfen kann. Und ob und wie ich meinem Sohn Ratschläge zum Umgang mit dem Problem geben kann.
Hier die Phasen die ich hinter mir habe:
Sie: Führerscheinentzug wegen Alkohol
Sie: begonnenes Studium abgebrochen...
Ich: Suchen der Alkoholverstecke und Ausschütten... und die leeren Flaschen offen hinstellen.
Sie: Krankenhaus zum Ausnüchtern... Angstanfälle... weiße Mäuse
Sie: komplett down und die Erkenntnis, daß Sie zuerst bei sich selbst anfangen muß... dankbar für die Hilfe und Unterstützung... aber diese Erkenntnis ist nach den Rückfällen wieder vergessen...
Sie: trocken für 2 Jahre... Sport, Marathon etc. dann Rückfälle mit verschieden langen Unterbrechungen...
Sie: traktiert mich mit Haßanfällen... ist extrem launisch... schiebt die Verantwortung für Ihre Alkoholkrankheit auf mich
Sie: Verweigerung von Körperkontakt...
Ich: gehe auf Distanz weil Hilfeversuche permanent zurückgewiesen werden...
Diskussion über Trennung.
Gemeinsame Therapie zur Problemlösung... brachte aber keine grundlegende Veränderung
Und dann wieder die Liste durch... mit den hoffnungmachenden guten Zeiten und dann wieder die Rückfälle.
Das Ganze zieht sich jetzt schon über die letzten 15 Jahre hin... wobei ich das wirkliche Problem der Alkoholkrankheit erst
vor ca. 7 Jahren erkannt habe.
Sie: Die einfachsten Dinge werden zu großen Problemen... Rechnungen werden nicht gezahlt „vergessen“ bis die Inkassofirma
schreibt.
Sie: Dinge die wirklich gemacht werden müssen bleiben liegen... irgendwie gibt es eine innere Blockade.
Sie: Shopping via Internet oder Store zur Aufmunterung... wobei das glücklicherweise keine finanziellen Probleme verursacht..
. noch geht es uns gut...
Ich liebe die Frau die ich mal geheiratet habe... die unternehmungslustig und fröhlich war... und mit der ich mein Leben
verbringen wollte... und ich liebe nicht die betrunkene Frau die mir dauernd irgendwelche Vorwürfe macht...
Ich würde mich über Rat und Ideen freuen...
Martin
Chiffre 0905128:
Moin Moin, mein Name ist Marc und ich glaube das ich ein Alkoholproblem habe.
Nun - allein der Glaube laesst vermuten das es wirklich ein Problem ist, weil ich taeglich mindestens 6 Glaeser Wein trinke.
Oft auch noch nen Beschleuniger "zum gut Schlafen". Ich bin voll berufstaetig und arbeite derzeit im Ausland. Da ich sehr
erfolgreich im Beruf bin und tagsueber nichts trinke (auch nicht am Wochenende) habe ich mir eingeredet das ich kein Problem
habe. Mit meinen 37 Jahren stehe ich derzeit gegen 5:30 Uhr auf, um vor der Arbeit noch 40 Minuten zu Joggen. Anschliessend
gehe ich zur Arbeit und habe sowohl mich selber, als auch meine Mitarbeiter problemlos im Griff. Erst nach der Arbeit froene
ich meiner Lieblingsbeschaeftigung, dem Kochen. Dabei trinke ich dann meine ersten Glaeser Wein. Ich sage mir jedesmal das
es heute bei zwei Glaesern bleiben soll, aber irgendwie schaffe ich das nicht.
Ich geniesse das gesellige Zusammensein mit Freunden und hoffe das ich es schaffe meinen taeglichen Konsum zu beenden und nur
ab und an ein paar Glaeser in Gesellschaft zu trinken. Wie Ihr seht, bin ich also noch im Anfangsstadium meines Entzuges bzw.
meiner Erkenntnis. Auf diesem Wege hoffe ich nette Leute kennenzulernen, die mir helfen mich abends bei einer Tasse Tee an
den Computer zu setzen und Erfahrungen auszutauschen anstatt mir die Keule zu geben damit ich gut schlafen kann. Denn ich
merke zunehmend das mir der Schlaf fehlt. Ich will versuchen mich auf diese Art selbst zu heilen, habe aber Angst das ich vom
kalten Entzug doch erwischt werde. An sich geht es mir gut. Ich habe seit Jahren keine Krankheiten (abgesehen von einem
Baenderriss den ich mir zugezogen habe als ich nuechtern nach der Sauna ins Wasser gesprungen und auf einem Stein gelandet
bin). Ich habe einen Hund den ich nicht schlage oder verwahrlosen lasse sondern der es sehr gut bei mir hat. Trotzdem glaube
ich das ich etwas Hilfe benoetigen koennte.
Marc
Chiffre 0905127:
Nur ein bisschen süchtig ??
Mit diesem Satz habe ich mich über 25 Jahre selbst betrogen. Ich habe mich in dieser Position sehr wohl gefühlt, weil es
mein Gewissen beruhigte, wenn ich abends getrunken habe. Für mich kommt aber noch erschwerend hinzu, dass ich genau wusste,
dass ich abhängig trank. Ich wusste viel über Alkoholmissbrauch, aber mein Wissen hat mich nicht dazu bringen können, mit dem
Trinken aufzuhören, oder mir professionelle Hilfe zu suchen. Ich war einfach zu stolz. In den letzten Jahren kam die Scham
dazu.
Meine persönliche Situation heute:
Ich bin nun 56 Jahre alt. Ich lebe seit über 30 Jahren in einer festen Beziehung. Meine beiden Kinder sind erwachsen. Die
jüngste Tochter lebt noch bei uns im Haus. Ich wohne in einer Großstadt in Norddeutschland in einer sehr schönen Wohngegend.
Finanzielle Sorgen habe ich keine, weil ich schon Altersrente beziehe.
Ich unterziehe mich seit 15 Monaten einer ambulanten Therapie. Regelmäßig besuche ich die Intensivgruppe zweimal die Woche.
Zusätzlich habe ich regelmäßige Gespräche bei einer Psychotherapeutin. Die Gruppen- und Einzelgespräche waren sehr
anstrengend und sind es heute noch immer. Ich genieße meine neue Freiheit ohne Alkohol, aber ich kann nicht von mir behaupten,
dass ich es geschafft habe. Erst sehr langsam begreife ich, dass ich eine lebenslange Erkrankung habe. Das für mich zu
akzeptieren ist nicht leicht, weil ich immer sehr stolz darauf war, mein Leben erfolgreich zu gestalten. Deshalb ist der
„Saufdruck“ mein ständiger Begleiter. Ohne Gruppe hätte ich mit Sicherheit schon einige Rückfälle gehabt.
Deshalb suche ich auch auf diesen Weg, Kontakt zu Menschen, die sich ihrer Abhängigkeit gestellt haben. Ich wünsche mir
Kontakt zu Menschen, die Höhen und Tiefen einer Therapie erlebt haben, oder wie ich zurzeit durchleben. Ich wünsche mir
Kontakt zu anderen Menschen, die sich mit der Gewissheit auseinandersetzen müssen, dass ein „ bisschen Trinken“ für sie
niemals mehr möglich sein wird, die wie ich wissen, dass sie eine lebenslange Erkrankung ohne Aussicht auf „Begnadigung“
haben und das dieser Weg niemals zu Ende gehen wird.
„Nur ein bisschen süchtig“ meine ganz persönliche Lebenslüge
traven
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Zuletzt aktualisiert am: 10.07.2010
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