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Bericht von Finja

Schon als ich mich anmeldete, war ich zeimlich nervös. Aber ich hatte meine Entscheidung getroffen ich wollte zu diesem CT. Wollte die Menschen wieder treffen die ich schon kannte und vorallem wollte ich auch neue kennen lernen, User mit denen ich teilweise schon viel geredet hatte aber eben noch nie real kennen gelernt. Also meldete ich mich direkt an als die Anmeldung möglich war.
Eine Woche vor dem Ct nahm meine Nervosität und auch meine Ängste riesige Form an. Teilweise schon fast panikhaft, sprang ich hin und her zwischen ich sag ab, ich fahr doch, ich geh nicht hin....
Viele alte Erfahrungen und Ängste kamen in mir hoch, mein Kopf routierte mit allen möglichen Befürchtungen und Gedanken was alles passieren könnte, was alles falsch oder schief laufen könnte, was ich alles falsch machen könnte....
Diese Woche vorher war furchtbar. Doch ich sprach mit mir vertrauten Menschen, im Chat darüber. Nannte meine Ängste und Zweifel. Und das immer und immer wieder. Das sie mit denen ich sprach nicht völlig genervt waren nach dieser Woche, wundert mich noch heute *grins*
Das half mir letztendlich sehr und ich entschied dann endgültig ich werde hin fahren!

So stieg ich Samstag morgen in meinen Zug ein. Total hippelig und nervös, mit dem Gefühl völlig neben mir zu stehen.
Während der Zugfahrt überkam mich dann erneut die Panik und mir wurde sowas von schlecht, das ich Kontakt zu jemand mir Vertrauten aufnahm. Was gut tat und mich letzendlich im Zug blieben ließ. (Danke dir, du weist schon ;))
Um 11.42 Uhr kam ich am Bahnhof an. Und war froh mir ein vertrautes Gesicht zu sehen. Udo stand da und wartete schon auf mich. Und zu meiner Freude war auch adse mit da, um mich abzuholen. Real hatte ich ihn ja noch nie gesehen, aber ich hab mich riesig gefreut ihn zu sehen. Total aufgeregt und mit ziemlichen Bauchweh fuhren wir zu dritt mit dem Auto zum Haus los. Es gab mir Sicherheit das Udo und adse da waren.
Dann kamen wir an...

Es waren schon ein paar User da und ich war so nervös und aufgeregt das ich irgendwie garnicht so richtig mitbekam, wer sich da vorstellte.
So viele fremde Gesichter und Namen, die fremde Umgebung.. Ich stand irgendwie total neben mir. Und war froh, erstmal das Haus und mein Zimmer gezeigt zu bekommen und damit etwas Zeit zu haben um auch anzukommen.
Alle waren total freundlich und nett. Das spürte ich gleich, aber richtig wohl fühlte ich mich noch nicht. Wusste nicht so richtig wohin mit mir. Und stand meist irgendwo erstmal "herum" angespannt und weiterhin total nervös. Nach und nach trudelten noch weitere User ein. Noch mehr Namen und neue Gesichter zum merken.
Ihr glaubt garnicht wie froh ich war das alle ein Namesschild trugen. ;)

Um 13 Uhr gab es dann Mittagessen. Für mich eine unglaublich schwierige Situation. Mit dem essen habe ich allgemein meine Probleme. Aber auch noch mit so vielen anderen in einem Raum zu essen und vor ihnen zu essen, macht das noch doppelt so schwer. Ich as nicht viel und selbst das wenige war eher ein "ich muss etwas essen" als das ich wirklich Hunger verspürte. Aber es ging einigermassen. Froh war ich dabei das ich an einen nur kleinen Tisch sitzen konnte.
Bei dieser Mahlzeit wusste ich noch nicht, das Gefühlt, es alle 3 Stunden etwas zu essen gibt. *gg* Und ich noch sehr viel öfters mit der Situation zu kämpfen haben werd.

Am Nachmittag machten sich einige von uns auf einen Spaziergang um etwas die Gegend kennen zu lern. Einfach eine wunderschöne Natur dort. Udo wollte uns dabei den tollen Talblick zeigen. Also liefen wir und liefen, ab und an mit Pause für die, die nicht mehr ganz so gut zu fuß waren.
Und noch weiter. Ab und an die Frage wie weit es noch wäre und Udos Antworten waren immer sehr aussagekräftig "noch so 100 bis 1000 Meter" *grins*
Endlich erreichten wir eine Stelle von der aus man ins Tal gucken konnte. War sie das? Freude machte sich breit, endlich da. Doch dann, nein das ist noch weiter oben. Das wäre nicht die Stelle die Udo meinte.
Nach allgemeinen "gemurmel" wurde die Stelle als genügend Talblick gewertet. ;) Und nach kurzem Aufenthalt machten wir uns wieder auf den Rückweg.

Kaum zurück, gab es Kaffee und Kuchen.. (schon wieder essen? oO)

Auch ich kam langsam etwas mehr an auch wenn ich weiterhin sehr angespannt und nervös war. Und gefühlt irgendwie viel einfach irgendwo "rumstand" um nicht im weg zu stehen.
Aber ich versuchte auch, mich zu den Menschen zu gesellen, die mir vertraut waren und wo ich etwas mehr Sicherheit spürte.
Abends kamen dann noch die letzten Übernachtungsgäste an. Ich freute mich sehr Reemda und Eule wieder zu sehen.

Dann man mag es nicht glauben, gab es erneut Essen. Es wurde gegrillt und draussen zusammen gegessen. Ich versuchte mir alle anderen "wegdenken", was ziemlich schwer fällt wenn man mit 10 leuten an einen Campingtisch sitzt...

Am Abend gab es viele Gespräche und ein nettes zusammen sitzen, bis nach und nach alle langsam den Weg ins Bett fanden. Durch meine gesamte Angepsanntheit, hatte ich ziemliche Rückenschmerzen und lief nicht sonderlich gut. Trotz des recht bequemen Bettes.

Der Sonntag brach an, nach und nach kamen alle wieder aus ihren Löchern geschlüpft. Kaffee als Massenware *grins* und es wurde gemeinsam gefrühstückt, wer mochte.
In den frühen Morgenstunden waren schon die ersten Tagesgäste angekommen. Mir fielen zwar bei meinem ersten Kaffee zwei Gesichter auf die ich glaubte noch nicht zu kennen, aber so wirklich wahr nahm ich es erst gut eine halbe Stunde später, als ich mitbekam wie sie sich vorstellten und Hände geschütelt wurden *wie peinlich oO*
Nach und nach trudelten auch die restlichen Tagesgäste ein. Und es wurde recht voll. Der "Lärmpegel" hob noch mal etwas an, da viele Gespräche und Unterhaltungen nebeneinander liefen, dazu die von Egbert ausgewählte Musik düddelte und ein hin und her gelaufe war.

Für mich eine erneut ziemlich schwierige Situation, da ich selten mit vielen menschen zusammen bin, da es mich noch unsicherer und angespannt macht. Zudem der Geräuschepegel und die verschiedenen Sinne die "angesprochen" werden, mir es sehr schwer machen noch irgendeinem Gespräch zu folgen. gegen 11.30 gingen dann viele hoch in den Medienraum, für den Vortrag über ADHS und Sucht.
Ich blieb mit einigen wenigen unten. Meine Konzentration war eh schon verschwunden, ohne noch einem Vortrag folgen zu können. Dafür fuhren einige von uns die unten geblieben waren, in das Nachbardorf um uns Motorball anzuschauen. Eine Sportart die ich bis dahin noch nicht kannte.

Dann gab es erneut Essen (Mittag). Und da diejenigen, die beim Vortrag gewesen, waren noch weiter diskutieren wollten, wurde kurzer Hand nach dem Essen, ein Sitzkreis nach draussen verlegt und alle die wollten diskutierten noch eine Weile weiter über das vorgetragende Thema.
Ich ging in der Zeit etwas spazieren mit adse und hatte ein wirklich tolles Gespräch.

Nach Kaffee und Kuchen und noch vielen kleineren und größeren Gesprächen, machten sich die ersten wieder auf den Heimweg. Einige blieben noch bis weit nach dem Abendbrot, bevor spät Abends dann die letzten Tagesgäste wegfuhren.
Für mich war dieser Tag besonders anstrengend. Meine Gefühlswelt fuhren Achterbahn und zwischendurch fühlte ich mich etwas fehl am Platz.

Am Montag spürte ich schon morgens eine gewisse Aufbruchstimmung. Aber auch die letzten Stunden, wurden noch "genutzt", zum zusammen sitzen, Gespräche zu führen, sich kennen lernen und erste Eindrücke vom WE auszutauschen.
Nebenher wurden schon Sachen gepackt und einige fuhren nach dem Frühstück schon Richtung Heimat.
Mit den verbliebenden Gästen merkte ich wie auch bei mir langsam etwas Anspannung nachlies und ich innerlich viel ruhiger wurde. Auch wenn ich zugleich merkte das ich etwas traurig war, das diese Tage so schnell umgingen.

Nach dem Mittagsessen wurde es dann langsam Zeit auch für die letzten verbliebenen sich auf den Heimweg zu machen. Und so brachen wir gegen 13.45 Uhr, diesmal fuhren Guido und Claudia mich zum Bahnhof, auf.

Der Abschied fiel mir schwer, da ich im kopf hatte, das ich viele von Ihnen nun wohl eine ganze Weile real nicht sehen werde.

Allgemein kann ich im nachhinein sagen das es ein sehr schönes WE war, mit vielen schönen, ernsten und auch lustigen Gesprächen, vielen neuen Eindrücken, vielen neuen Gesichtern zu Nicknamen und einfach ein nettes zusammen sein.
Viele meiner großen und kleinen Ängste und Befürchtungen traffen nicht ein. Und mal wieder habe ich vorher, viel zu viele Gedanken gehabt und mich dadurch selbst verrückt gemacht.
Ich bin froh das ich trotz all meiner Angst hin gefahren bin. nd dieses WE erleben durfte.
Besonders freue ich mich darüber adse, Claudia und Guido real kennen gelernt zu haben und Udo, Chiara, Reemda und Eule nach langer Zeit real wiedergesehen zu haben.
Ein herzliches Danke an alle die dieses Treffen ermöglicht haben :)
Und ein besonderes Dank gilt dabei adse, der mir unglaubliche Sicherheit, an diesem WE vermittelte, allein durch seine Anwesenheit.


Finja